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Testo e ritmi

Zum Rhythmus in der italienischen Sprache

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Edited By Elmar Schafroth and Maria Selig

Rhythmus, die Ordnung der Zeit durch Periodizität, ist eine anthropologische Konstante. Auch in Bezug auf das Sprachliche stellt sich daher die Frage, welche Formen Rhythmus in Sprache und Text annehmen kann und was seine Funktion ist. Die in diesem Band vereinten Beiträge untersuchen rhythmische Phänomene auf den verschiedensten Ebenen der sprachlichen Strukturbildung. Gefragt wird nach der Gegenüberstellung von silben- und akzentzählenden Sprachen, nach den Fortschritten, die neuere rhythmustypologische Theorien in diesem Bereich erbracht haben, nach der Persistenz silben- bzw. akzentrhythmischer Strukturen im Sprachkontakt und nach den Wechselwirkungen zwischen Prosodie und Syntax. Gegenstand der Untersuchung ist außerdem Rhythmus als Erkennungsmerkmal von Textsorten, die Übersetzbarkeit eurythmischer Textstrukturen und die Beziehung zwischen Sprachrhythmus und Musik. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die rhythmische Überformung der Linearität des Sprachlichen mit den körperlichen und kognitiven Grundbedingungen unserer Kommunikation und mit der spezifischen Semantiziät von Sprache und Text auf vielfältige Weise interagiert.

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Elmar Schafroth, Maria Selig: Einleitung

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Einleitung Elmar Schafroth, Maria Selig 1. „Testo e ritmi“ Der Italianistentag, der vom 4. bis 6. März 2010 an der Universität Regens- burg veranstaltet wurde, war dem Rahmenthema „Testo e ritmi“ gewidmet. Es ging um Rhythmus und seine vielfältigen Manifestationen auf den ver- schiedenen Strukturierungsebenen von Sprache und Text. Diese Themen- wahl stellte die Form, die Gestaltetheit der „Oberflächen“, die uns in der sprachlichen Kommunikation entgegentreten, in den Mittelpunkt der Über- legungen. Dass es eine Thematik war, die in mehrfacher Hinsicht die Schnittstellen zwischen den italianistischen Disziplinen durch das gemein- same Interesse an der sprachlichen Formgebung fokussierte, muss nicht gesondert betont werden. Die hier vereinten Beiträge der sprachwissen- schaftlichen Sektion dieses Italianistentages zeigen mehr als einmal, dass sich Linguistik und Literaturwissenschaft bei der Frage nach dem Stellen- wert rhythmischer Phänomene immer wieder treffen. Man könnte an dieser Stelle nun mit einer gewissen Berechtigung eine Definition dessen erwarten, was im Folgenden unter Rhythmus verstanden wird und was das sprachwissenschaftliche Interesse an diesem Phänomen leitet. Wenn wir hier auf die definitorische Arbeit verzichten, dann aus einem allseits bekannten Grund: Der Begriff des Rhythmus ist einerseits so allge- genwärtig, andererseits so unscharf, dass eine klare Abgrenzung dessen, was Rhythmus als wissenschaftlicher Begriff meinen soll, Gefahr läuft, sich parallel und ohne Kontakt zu dem zu vollziehen, was unter dem Etikett „rhythmisch“ an linguistischen und textwissenschaftlichen Fragestellungen entwickelt werden kann. Es soll deshalb genügen, auf die Wurzeln unserer abendländischen Denktradition zu verweisen. Rhythmus,...

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