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Prosozialität im Islam

Ihre Lehren und Dimensionen im Koran und Hadith

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Özden Güneş

Der Islam soll den Muslim zu einem ethischen und prosozialen Leben führen. Entgegen dem heutigen Islambild ist festzuhalten, dass jede Art von Prosozialität, gegenüber allen Lebewesen und allem, was existiert, eine vom Islam nicht nur erwünschte, sondern bei jedem Anlass mit Nachdruck geforderte Haltung ist. Aus der aktuellen Lage der Anschläge politisch-religiöser Bewegungen, der Missdeutung des Islams und der notwendigen universalen Solidarität heraus sollten die Ideale des Islams als eine Bereicherung und konstruktive Kraft der globalen Prosozialität, der Solidarität und des Friedens erkannt und gefördert werden. Die hermeneutische Methode ermöglicht das Erfassen der prosozialen Sinnzusammenhänge im Koran und in der Sunna.

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2. Prosozialität als das Gute

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2.  Prosozialität als das Gute

2.1  Definitionen

Prosozialität setzt sich aus der Vorsilbe pro- und dem Adjektiv sozial zusammen. Nach Geck hat das Wort sozial zum einen die Bedeutung „Neigung zum anderen habend, (gesellschafts-) liebend“ und zum anderen „mit Rücksicht auf, Rücksicht nehmend auf einen oder mehrere Andere“.92 „Pro“ lässt sich mit „für“ übersetzen und verstärkt den ethischen Wortakzent von sozial.

Als pro-sozial können demnach diejenigen Verhaltensweisen bezeichnet werden, die „die ethische Dimension des Sozialen aktiv befördern, bzw. die ‚das Gute’ hervorbringen“.93

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