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Wege- und Dienstreisezeiten

Michael Heintz

Das Buch befasst sich mit den Begriffen, den Definitionen und weiteren rechtlichen Problemen der Wege- und Dienstreisezeiten. Schwerpunkte sind die rechtliche Behandlung von Reisezeiten der Dienstreise und betrieblichen Wegezeiten. Der Autor diskutiert die Weisungsrechte des Arbeitgebers, die vergütungsrechtlichen Aspekte der Wege- und Dienstreiszeiten sowie die arbeitszeitrechtliche Behandlung der einzelnen Reisephasen. Darüber hinaus analysiert er die arbeitszeitrechtliche und vergütungsrechtliche Behandlung von Vor- und Nachbereitungszeiten. Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates bei Dienstreise- und Rüstzeiten sowie die arbeitsrechtliche Behandlung der Reisezeiten im Außendienstarbeitsverhältnis runden die Themenstellung ab.

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§ 10 Vergütung von Dienstreisezeiten

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§ 10  Vergütung von Dienstreisezeiten

I.  Einführung

„Wem eine Dienstreise nicht erspart bleibt, der fühlt sich bei der Vergütungsfrage ausgenutzt und vom Goodwill des Arbeitgebers abhängig“, so Els in einer Publikation zur Dienstreise im Jahr 1986.1 Tatsächlich stellt sich noch immer die Frage, wann ein Arbeitnehmer Anspruch auf zusätzliche Vergütung für den Zeitaufwand einer Dienstreise hat. So mancher Arbeitnehmer wird eine zusätzliche Vergütung erwarten, weil der Reiseaufwand entweder nicht der üblicherweise zu erbringenden Arbeitsleistung entspricht, oder aber der zeitliche Rahmen der Gesamttätigkeit überschreitet eine gewisse Angemessenheitsgrenze, wodurch eine entsprechende Erwartungshaltung entsteht. Muss der Arbeitnehmer beispielsweise zu einer Zeit auf Dienstreise gehen, in der er üblicherweise frei gehabt hätte, kann ihn dies subjektiv stark belasten – z. B. im Falle einer Dienstreise über das gesamte Wochenende hinweg oder einer mehrtätigen Reise während der Weihnachtszeit. Dementsprechende Sonderopfer wirken qualitativ einschneidend. Zeitaufwand kann aber auch quantitativ einschneidend sein, nämlich wenn Dienstreisen in regelmäßigen Intervallen oder über längere Zeiträume anfallen. In vielen dieser Fälle wird der Arbeitnehmer eine zusätzliche Honorierung seines Freizeitverlustes erwarten. Je größer das Opfer für den Betrieb und je geringer das Jahreseinkommen, umso wahrscheinlicher ist es, dass eine solche Erwartungshaltung entsteht.

II.  Reiseberufe

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