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Zwischen Liebe, Verständigung und Hass: Die Darstellung religiöser Konflikte in der Literatur Galiziens (1848–1914)

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Lyubomyr Borakovskyy

Das Buch bringt religiöse Konflikte in der galizischen Literatur zur Darstellung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse von literarischen Werken, die zwischen 1848 und 1914 entstanden, als Galizien noch «österreichisch» und durch eine große ethnisch-konfessionelle Vielfalt geprägt war. Zugleich stellt die Studie den Versuch dar, die literarische Deutung konfessioneller Beziehungen zwischen der römisch-katholischen, griechisch-katholischen und jüdischen Bevölkerung in Galizien unter Berücksichtigung ästhetisch-ideologischer und nationaler Perspektiven zu erforschen. Aus diesem Grund erfolgen Analysen deutschsprachiger, ukrainischer und polnischer Werke von Autoren mit unterschiedlichem ethnisch-konfessionellem Hintergrund.

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Biographischer Überblick zu den Autoren

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Michał Bałucki1

Michał Bałucki, geboren am 29.09.1837 in Krakau, war ein bekannter polnischer Dramatiker, Schriftsteller und Publizist. Er studierte zuerst Mathematik, wechselte dann jedoch zur Geschichts- und Literaturwissenschaft an der Jagiellonen-Universität in Krakau. 1863 wurde er aufgrund seiner Mitgliedschaft bei einer geheimen Gruppe von Radikal-Demokraten für ein Jahr verhaftet. Nach der Freilassung lebte er in Warschau, kehrte 1869 zurück nach Krakau, wo er als freier Dramaturg, Publizist und Herausgeber tätig war.

Bałucki machte sich einen Namen vorwiegend mit seinen dramatischen Werken, vor allem Komödien. Den Höhepunkt seiner Berühmtheit erreichte er Anfang der 1880er Jahre. In dieser Zeit entstanden seine berühmtesten Komödien wie Grube ryby [Große Fische, 1881] oder Dom otwarty [Das offene Haus, 1883]. Daneben war er auch Autor mehrerer Romane wie z. B. Żydówka [Die Jüdin, 1870], Pańskie dziady [Adelige Bettler, 1881], Przeklęte pieniądze [Verfluchtes Geld, 1899] die allerdings weniger populär waren. Nach und nach wurden seine Stücke von Publikum und Kritikern immer schlechter aufgenommen, nicht zuletzt ihrer abnehmenden Qualität wegen. Dies wie auch familiäre Gründe veranlassten Bałucki dazu, am 17.10.1901 Selbstmord zu begehen.

Ivan Franko2

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