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Mündliches und schriftliches Handeln im Deutschunterricht

Wie Themen entfaltet werden

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Edited By Ulrike Behrens and Olaf Gätje

Der Band thematisiert die Ausbildung mündlicher und schriftlicher Themenentfaltungsmuster von Schülern im Deutschunterricht. Erzählungen, Beschreibungen, Instruktionen, Argumentationen und Berichte sind im kommunikativen Alltag einer Gesellschaft die Grundformen der thematischen Entfaltung komplexer sprachlicher Äußerungen. Sie werden sowohl schriftlich als auch mündlich realisiert. Im schulischen Deutschunterricht sind solche Themenentfaltungsmuster tradierte didaktische Gattungen des Aufsatzunterrichts und auch im Kompetenzbereich „Sprechen und Zuhören" soll die mündliche Realisierung dieser Muster vermittelt werden. Aber gelten für mündliches Berichten, Argumentieren, Instruieren usw. dieselben Anforderungen wie beim Schreiben? Oder muss man abhängig von der sprachmedialen Realisierung von verschiedenen Mustern mit gleichen Labels ausgehen? Die Beiträge dieses Bandes erkunden das Feld aus textlinguistischer und sprachdidaktischer Sicht neu.

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Narrative Verfahren und mediale Bedingungen. Überlegungen zur Analyse mündlicher und schriftlicher Erzählungen

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Abstract: Based on a case study of a primary school child, the chapter analyses the media-specific requirements and resources for the production of oral and written narrative discourse. It focuses on the interrelation of narrative practices and situational communicative resources as well as its implications for the development of narrative skills.

1.   Einleitung

Im vorschulischen wie im schulischen Diskurs- und Texterwerb wird dem Erzählen eine wichtige Rolle für die Ausbildung einer dekontextualisierten Sprache zugeschrieben (z. B. McCabe/Peterson 1991): Zum einen ist das Erzählen eine kommunikative Gattung, in der sich ontogenetisch früh eine Ablösung der sprachlichen Referenz von der unmittelbaren Sprechsituation finden lässt, in der also Abwesendes und Vergangenes zur Sprache kommt. Die sich von hier aus entwickelnde Fähigkeit, eine erzählte Welt in satzübergreifenden Einheiten zu entwerfen, ist dann zum anderen mit dem Eintritt in die Schule Basis für einen zweiten Prozess der Dekontextualisierung, der Loslösung der Erzählung selbst aus der Erzählsituation, die mit dem Beginn der Schreibentwicklung in Angriff genommen wird (vgl. Weinhold 2005; Feilke 2010).

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