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Carl Stumpfs Berliner Phonogrammarchiv

Ethnologische, musikpsychologische und erkenntnistheoretische Perspektiven

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Edited By Martin Ebeling

Der Band versammelt Vorträge, die auf der 4. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft gehalten wurden. Die Tagung fand im Ethnologischen Museum Berlin und dort an dem von Carl Stumpf 1900 gegründeten Phonogrammarchiv statt. Dementsprechend behandeln die meisten Beiträge Forschungen der Musikethnologie aus unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Perspektiven. Der Band präsentiert sowohl aktuelle Arbeiten als auch Untersuchungen, die an die Forschungen von Stumpf oder seinen Schülern anknüpfen. Daneben diskutieren die Autoren Schriften von Stumpf zur Psychoakustik sowie zur musikpsychologischen Forschung und reflektieren die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Stumpfs Werk (Wahrscheinlichkeit, Brentano und Stumpf zur Tonpsychologie, Gestaltpsychologie).

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Auditive Maßnormen in China – Vom chinesischen Kammerton Huang Zhong zum europäischen Urmeter

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Zusammenfassung

Universelle Maßnormen sind in China sehr alt, und die frühesten Festlegungen des Kammertons Huang Zhong (wörtlich “Grundlegende oder Gelbe Glocke”, Ausgangspunkt für Längen- und Hohlmaße als auch für Gewichte) können durchaus in das 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen, als man Berechnungen mit Körnern der schwarzen Hirse in einem Neunersystem anstellte. Der Huang Zhong wurde in jeder Dynastie neu festgelegt, und musste im Laufe der Jahrtausende eine regelrechte Inflation erfahren. Anfang der Shang-Dynstie (1766 v. Chr.-1122 v. Chr.) mass ein Fuß Chi 16,75 cm, und 33,52 cm waren es am Ende der Qing-Dynastie im Jahre 1911.

Dieser Aufsatz fasst den Mythos zusammen, wie der chinesische Fuß gefunden wurde, diskutiert v. Hornbostels Angaben und führt weitere Werte aus neueren Übersetzungen an. Ob die von jeder neuen Dynastie immer wieder korrigierte und neu festgelegte Maßnorm des chinesischen Fußes Chi jeweils die auditorische Zeitkonstante von 0,4 ms aufweist, wäre einer Untersuchung wert.

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