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Carl Stumpfs Berliner Phonogrammarchiv

Ethnologische, musikpsychologische und erkenntnistheoretische Perspektiven

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Edited By Martin Ebeling

Der Band versammelt Vorträge, die auf der 4. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft gehalten wurden. Die Tagung fand im Ethnologischen Museum Berlin und dort an dem von Carl Stumpf 1900 gegründeten Phonogrammarchiv statt. Dementsprechend behandeln die meisten Beiträge Forschungen der Musikethnologie aus unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Perspektiven. Der Band präsentiert sowohl aktuelle Arbeiten als auch Untersuchungen, die an die Forschungen von Stumpf oder seinen Schülern anknüpfen. Daneben diskutieren die Autoren Schriften von Stumpf zur Psychoakustik sowie zur musikpsychologischen Forschung und reflektieren die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Stumpfs Werk (Wahrscheinlichkeit, Brentano und Stumpf zur Tonpsychologie, Gestaltpsychologie).

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Über die modale Analyse von Melodien – Aspekte der universalen Radartontheorie

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Zusammenfassung

Dieser Artikel gibt eine kurze Einführung in die Radartontheorie (Seeker Tone Theory), die der Autor als universelles Werkzeug für Vergleiche von Melodien, wie man ihnen in beliebigen Liedtraditionen der Welt begegnet, und zu ihrer Typologisierung enwickelt hat. Diese Theorie beruht auf einem hypothetischen Bourdunton, der stets konsonant zu den Tönen der Melodie ist. Die Methode bezieht sich auf Carl Stumpfs Konzept der Tonverschmelzung. Wahrscheinlich lassen sich alle Melodien der Menschheit auf sechs ursprüngliche Modi und deren Unterabschnitte (quasi vormodale Teile dieser Urmodi) zurückführen. Diese sechs pentatonischen Modi wurden erstmals von Gábor Lükő eingeführt. Außerdem steht die Methode in engem Bezug zum Modell der neuronalen Funktion des auditorischen Systems, das Gerald Langner entwickelt hat. Die Lieder der Menschen sind in der Regel aus einer relativ kleinen Anzahl von melodischen Wendungen aufgebaut. Wenn jede dieser Wendungen identifiziert und benannt ist, kann sie mit einem feststehenden Symbol bezeichnet werden. Damit wird es möglich, eine universelle Datenbank zur Typologisierung melodischer Syntaxen, von denen die verschiedenen Strukturen der Melodien der Menschheit bestimmt werden, aufzubauen.

Abstract

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