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Carl Stumpfs Berliner Phonogrammarchiv

Ethnologische, musikpsychologische und erkenntnistheoretische Perspektiven

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Edited By Martin Ebeling

Der Band versammelt Vorträge, die auf der 4. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft gehalten wurden. Die Tagung fand im Ethnologischen Museum Berlin und dort an dem von Carl Stumpf 1900 gegründeten Phonogrammarchiv statt. Dementsprechend behandeln die meisten Beiträge Forschungen der Musikethnologie aus unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Perspektiven. Der Band präsentiert sowohl aktuelle Arbeiten als auch Untersuchungen, die an die Forschungen von Stumpf oder seinen Schülern anknüpfen. Daneben diskutieren die Autoren Schriften von Stumpf zur Psychoakustik sowie zur musikpsychologischen Forschung und reflektieren die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Stumpfs Werk (Wahrscheinlichkeit, Brentano und Stumpf zur Tonpsychologie, Gestaltpsychologie).

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Carl Stumpf und die Frage der Formanten in Musikinstrumentenklängen

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Zusammenfassung

Die Erforschung der Klänge von Musikinstrumenten nahm nach den grundlegenden Untersuchungen von Ernst Florens Friedrich Chladni im 19. Jahrhundert einen großen Aufschwung. Wie auch auf dem Gebiet der Hörtheorie, erwiesen sich Hermann von Helmholtz’ Untersuchungen zur Klangfarbe als sehr einflussreich. Mit Helmholtz’ Ergebnissen setzt sich Carl Stumpf im Anhang seiner Schrift Die Sprachlaute (Berlin 1926) auseinander. Im Gegensatz zu Helmholtz meinte Stumpf, Ähnlichkeiten im spektralen Aufbau von Vokalen der menschlichen Stimme und von Musikinstrumentenklängen feststellen zu können und zwar im Hinblick auf sogenannte Formanten. Stumpfs Untersuchungen werden im Folgenden aus der Sicht der gegenwärtigen Musikinstrumentenakustik gewürdigt. Hierbei wird auch der Umstand berücksichtigt, dass Helmholtz’ Abhandlung bereits früh in einer englischsprachigen Übersetzung durch Alexander J. Ellis erschien, während Stumpfs Die Sprachlaute nicht ins Englische übersetzt wurden. Die Theorie fester Formanten spielt bis in die Gegenwart in englischsprachiger musikinstrumentenakustischer Literatur keine Rolle, während sie in der deutschsprachigen Literatur seit Stumpf Gegenstand der Diskussion geblieben ist. Aktuelle Fragen der Forschung zu Formanten in Musikinstrumentenklängen werden im letzten Teil des Beitrags behandelt.

Abstract

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