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Carl Stumpfs Berliner Phonogrammarchiv

Ethnologische, musikpsychologische und erkenntnistheoretische Perspektiven

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Edited By Martin Ebeling

Der Band versammelt Vorträge, die auf der 4. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft gehalten wurden. Die Tagung fand im Ethnologischen Museum Berlin und dort an dem von Carl Stumpf 1900 gegründeten Phonogrammarchiv statt. Dementsprechend behandeln die meisten Beiträge Forschungen der Musikethnologie aus unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Perspektiven. Der Band präsentiert sowohl aktuelle Arbeiten als auch Untersuchungen, die an die Forschungen von Stumpf oder seinen Schülern anknüpfen. Daneben diskutieren die Autoren Schriften von Stumpf zur Psychoakustik sowie zur musikpsychologischen Forschung und reflektieren die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Stumpfs Werk (Wahrscheinlichkeit, Brentano und Stumpf zur Tonpsychologie, Gestaltpsychologie).

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Kombinationstonforschung von Carl Stumpf

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Zusammenfassung

Kombinationstöne sind ein vielschichtiges akustisches Phänomen, dessen Erforschung Musiker und Wissenschaftler seit dreihundert Jahren herausfordert. Erklingen Töne verschiedener Tonhöhe gleichzeitig, kann das Gehör weitere, leise mitschwingende Töne erkennen (Kombinationstöne).

Im Zuge der Untersuchungen zu Sonanzphänomenen begann sich auch Carl Stumpf mit den Kombinationstönen auseinanderzusetzen. Seine Kombinationstonforschungen erfolgten über einen Zeitraum von rund 30 Jahren. Stumpf präsentierte stets ein differenziertes Bild dieses komplexen Phänomens und forschte aus pluridisziplinärer Perspektive (Akustik, Musik, Psychologie, Physiologie und Philosophie). Mit den Untersuchungen, die in den Jahren 1905, 1910 und 1911 publiziert wurden, verfolgt Stumpf in erster Linie das Ziel, Felix Kruegers Konsonanztheorie, die auf Kombinationstönen basiert, zu widerlegen. Stumpfs Liebe zur Musik und seine musikpraktischen Erfahrungen (vor allem auf der Geige) widerspiegeln sich in der Annäherung zum Forschungsgegenstand sowie in der Wahl seiner Forschungsfragen.

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