Show Less
Restricted access

Kommentare zum Buch Rut von Josef Kara

Editionen, Übersetzungen, Interpretationen – Kontextualisierung mittelalterlicher Auslegungsliteratur

Series:

Ingeborg Lederer-Brüchner

Dieser Band versammelt verschiedene hebräische Kommentarfassungen zum Buch Rut, die dem Exegeten Josef Kara im 11. und 12. Jahrhundert in Nordfrankreich zugeschrieben werden können. Diese Kommentare sind textkritisch ediert, ins Deutsche übersetzt und detailreich analysiert. Im Kontext mittelalterlicher Bibelauslegung erörtert die Verfasserin die Kommentare. Dabei diskutiert sie die Verwendung sogenannter Glossenkommentare ebenso wie Fragen nach der Autorschaft mittelalterlicher Kommentare, ihre Bearbeitungen und die in den Kommentaren verwendeten Auslegungsarten. Besonders geht die Verfasserin auf die Rolle rabbinischer Traditionsliteraturen ein und behandelt philologische Grundlagenfragen. Durch die Studien der vorliegenden Kommentare ergibt sich eine neue Sicht auf mittelalterliche jüdische Bibelauslegung. Die Ausführungen beruhen auf Kommentaren zum Buch Rut in acht Manuskripten (z.B. Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz Ms.or.fol.1221, London – The British Library Add. 22413 und Zürich – Zentralbibliothek Ms Or 157), die durch Abbildungen veranschaulicht werden.
Show Summary Details
Restricted access

7. Grundlegendes zur Übersetzung

Extract

7. Grundlegendes zur Übersetzung

7.1. Einleitung in die Übersetzung

Bei der Übersetzung war mir eine möglichst genaue Wiedergabe des Wortlautes der Kommentar-Fassungen in deutscher Sprache wichtig. Dabei sollte, soweit möglich, die Abfolge des hebräischen Satzes beibehalten werden. Gleiche Worte sollten gleich übersetzt werden, seien es nun einführende Begriffe in die Erklärungen, Überleitungen oder Fachbegriffe. Im Vordergrund der Entscheidung für eine betreffende Wortwahl der Übersetzung stand eine möglichst nah am Inhalt und der Abfolge des hebräischen Textes gelegene Formulierung des Textes im Deutschen. Natürlich kann eine Übersetzung das Original nicht wiedergeben.293 Daher ist die Übersetzung v. a. für Rezipienten gedacht, die den Text nicht in seinem hebräischen Original verwenden können und sich mit der Übersetzung als dessen Abbild abfinden müssen. So steht der Inhalt der Übersetzung trotz größtmöglicher Nähe zum hebräischen Text im Vordergrund. Eine Einschränkung der “völligen Weite der Form” und damit auch eines Teils seines Inhalts ist zwar bei einer Übersetzung unumgänglich,294 jedoch soll der Sinn des vorliegenden hebräischen Kommentars soweit wie möglich erhalten bleiben. Der Text bleibt dennoch besprechenswert. Auch aus diesem Grund werden im Kapitel “Vergleich der Kommentar-Fassungen zum Buch Rut” ab S. 209 einzelne Teile des Textes separat besprochen. Nicht zuletzt kann der Inhalt des Kommentars auch in Zukunft noch als Ausgangspunkt für Diskussionen dienen. So kann – neben dem Bibeltext selbst – auch der Kommentar zur Bibel Anhaltspunkt f...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.