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Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

Series:

Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

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Die althochdeutschen Verben im Feld von „Heilung und Gesundheit“ Überlieferung, Morphologie, Syntax

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Abstract: The article describes Old High German verbs in the fields of healing and health. 35 lexemes are identified from medical prescriptions and spells, as well as glosses and passages of medical content appearing in primarily non-medical Old High German texts. These lexemes are then examined in terms of their heritage, formation and valence. The analysis of their valence draws attention to some typical features of the development of medical terminology.

1.    Zur Einleitung

Die Gruppe der althochdeutschen Verben im Feld von Heilung und Gesundheit umfasst 35 Lexeme, von denen fünf nur bei der Heilung durch Zaubersprüche verwendet werden. Die übrigen erscheinen in Rezepten, als Glossen zu lateinischen nicht-medizinischen Texten oder in vereinzelten medizinischen Kontexten der primär nicht-medizinischen literarischen Denkmäler des Althochdeutschen. Die Verben wurden erstmals zusammengestellt im Wörterbuch der althochdeutschen medizinischen Bezeichnungen, das den ältesten deutschen Wortschatz im Umkreis von Körper, Krankheit und Heilung enthält.1 Noch nicht im Wörterbuch aufgenommen wurden damals die fünf Beschwörungs-Verben aus althochdeutschen medizinischen Zaubersprüchen, denn ihre Zugehörigkeit zur Sphäre der Medizin ist zumindest nach heutigen Vorstellungen fraglich. Da sie im mittelalterlichen medizinischen Zauberspruch jedoch den Platz des Heilmittels einnehmen können, wurden diese Verben im begleitenden Untersuchungsband schon damals zumindest besprochen.2 Wenn man zudem davon ausgeht, dass historische Fachwortschätze nicht mit den heutigen Vorstellungen von „Fachlichkeit“ zu bewerten sind, sondern oft aus ganz anders gearteten historischen Verhältnissen hervorgehen, gehören die Textsorte „Zauberspruch...

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