Show Less
Restricted access

Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

Series:

Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

Show Summary Details
Restricted access

Verbvalenz im kognitiven Rahmen Zum Wechselspiel zwischen syntaktischen und textlinguistisch-kognitiven Parametern innerhalb ausgewählter althochdeutscher Gebete (Otlohs Gebet, Augsburger Gebet, Freisinger Benediktionen)

Extract

1

Abstract: In this article I will examine the interaction between cognitive frames and sentence structures. Based on the theory of valency I will take a look on how the immediate constituents interfere with specific elements allocated to the frame of praying in a threefold way (syntactic form, syntactic function, semantic roles). The analysis focusses on the Old High German texts Otlohs Gebet, Augsburger Gebet and Freisinger Benediktionen.

1.    Einleitung

Textlinguistische Studien beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit den Aspekten von Textverarbeitungsprozessen, wobei sowohl die Textproduktion, als auch die Textrezeption Berücksichtigung finden. Für die Strukturierung der hierfür zuständigen kognitiven Voraussetzungen werden unterschiedliche Vorschläge unterbreitet. Das Angebot der Modellbildungen erstreckt sich von Schemata (Bartlett), frames (Minsky; Fillmore) und mental spaces (Fauconnier) bis hin zu scripts (Schank) oder mental modells (Johnson-Laird).2 Hierbei finden sich sowohl perspektivisch und inhaltlich divergente Positionen als auch terminologische Überschneidungen. In prototypischer Weise könnte man zwischen eher statisch (frames) und eher prozessural (scripts) organisierten Wissensbeständen unterscheiden.3 ← 97 | 98 →

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.