Show Less
Restricted access

Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

Series:

Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

Show Summary Details
Restricted access

Einleitung

Extract



Es gibt vor allem drei Gründe, im Jahr 2016 einen Sammelband zur historischen Valenzforschung zu verfassen und herauszugeben. Erstens scheint die Valenzforschung seit einiger Zeit an einem Schlusspunkt angekommen zu sein. Zu diesem Eindruck haben nicht zuletzt die beiden Bände des Internationalen Handbuchs zu Dependenz und Valenz beigetragen (vgl. Ágel u. a. 2003; 2006). Im zweiten Band des Handbuchs bekommen in der Kategorie „Das Valenzkonzept in der Sprachgeschichtsforschung“ auch ausgewählte Bereiche der historischen Valenzforschung eigene Artikel. Sie betreffen den Valenzwandel sowie Fallstudien zu den deutschen Sprachperioden. Davor werden mehrere Artikel zum Thema „Das Valenzkonzept in der Lexikographie“ präsentiert. Nicht nur hier ist das Fehlen eines historischen deutschen Valenzlexikons, aus dem der Valenzwandel der Verben abzulesen wäre, festzustellen und zu bedauern. Auch in den Einführungen in die deutsche Sprachgeschichte ist zum Beispiel bei der Darstellung des Themas „Valenzwandel und Kasusabbau“ (vgl. Schmid 2009, 186) das Fehlen lexikographischer Basisinformationen zur Valenzgeschichte von Verben oder gar von verbalen Wortfeldern spürbar. Daher ist es das vordringlichste Ziel des vorliegenden Buches Forschungsbeiträge zu sammeln, die Perspektiven auf ein historisches deutsches Valenzlexikon eröffnen und Möglichkeiten sowie die Schwierigkeiten der Realisierung eines solchen groß angelegten Forschungsprojekts offenlegen. Sich gleich beim Start eröffnende Problemfelder sind die Korpus-Frage, das einheitliche für alle diachronen Sprachstufen gültige Valenzkonzept, die Forschungsorganisation an verschiedenen Projektstellen und ihre Finanzierung, die lexikographische Darstellung der Ergebnisse im Druck und Wege der elektronischen Aufbereitung.

Zweitens: Wenn Valenz in jüngster...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.