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Grundbildung

Bildung mit Mehrwert

Edited By Marie-Louise Rendant

Das noch schemenhafte Gebilde Grundbildung wird in diesem Buch mit all seinen Facetten und unterschiedlichen Erscheinungsformen dargestellt. Grundbildung hat in den letzten Jahren sehr an Publicity gewonnen. Für viele steht sie jedoch im Schatten der Allgemeinbildung. Dies zu Unrecht: Denn Grundbildung steht für zweckgebundenes und anwendbares Wissen und zielt damit auf die soziale und berufliche Teilhabe. Der Leser erfährt Wichtiges über die Abgrenzung zur Allgemeinbildung, über den Mehrwert und die politische Weichenstellung, über Rahmencurricula und methodische Ansätze und erhält interessante Arbeitshilfen für die Bewerbung von arbeitsorientierter Grundbildung. Grundbildung stellt sich bei dieser umfassenden Betrachtung als dynamisch und zweckgebunden, relevant und interessant heraus.

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Bedarfsbranche HoGa: ein Deutungsversuch

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Beherbergungs- und Gaststättengewerbe bilden gemeinsam eine Branche, die aus fast zwei Millionen Beschäftigten besteht. Die Beschäftigungszahlen dieser personenbezogenen Dienstleistungen nahmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu. Eine Tätigkeit im Hotel und im Gastgewerbe ist auch durchaus attraktiv. Für Außenstehende manifestiert sich hier eine nahezu krisensichere Beschäftigung, weltoffen, mit attraktiven Optionen und internationalen Arbeitsstellen, im gepflegten Ambiente, mit multikulturellen Teams, hinter Kulissen, die für den Gast in aller Regel verborgen bleiben. Diese besondere Branche verlangt auch außergewöhnliche Anforderungen: Neben der saisonalen Beschäftigung ist es vor allem Stress, den Gastronomiebeschäftigte durch Schichtarbeit, Früh- und Spätschicht, Teildienst zu den Stoßzeiten in den Mittags- und Abendstunden, durch Schwankungen des Arbeitsaufkommens, Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie durch Kritik, Reklamationen des Gastes und Konfliktsituationen ausgesetzt sind. Als wenn dies noch nicht genug wäre, hat diese Branche auch noch eine weitere Schattenseite: Viele Mitarbeiter, die tagtäglich zum Wohle des Gastes ihren Job machen, sind funktionale Analphabeten. Die leo.-Studie der Hamburger Universität hat gezeigt, dass von den ermittelten funktionalen Analphabeten der größte Teil als Hilfskraft in Hotels und Büros etc. arbeitet (über 14 %). In diesem Ranking folgen die Gruppen der Laden- und Marktstandsverkäufer mit 9 % und die Hilfsarbeiter in der Fertigung mit 6 %. Vergleichsweise hoch vertreten ist ebenfalls der Beruf der Köche und Köchinnen, der in der Studie von etwas mehr als 4 % der Betroffenen ausgeübt wird.1

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