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Grundbildung

Bildung mit Mehrwert

Edited By Marie-Louise Rendant

Das noch schemenhafte Gebilde Grundbildung wird in diesem Buch mit all seinen Facetten und unterschiedlichen Erscheinungsformen dargestellt. Grundbildung hat in den letzten Jahren sehr an Publicity gewonnen. Für viele steht sie jedoch im Schatten der Allgemeinbildung. Dies zu Unrecht: Denn Grundbildung steht für zweckgebundenes und anwendbares Wissen und zielt damit auf die soziale und berufliche Teilhabe. Der Leser erfährt Wichtiges über die Abgrenzung zur Allgemeinbildung, über den Mehrwert und die politische Weichenstellung, über Rahmencurricula und methodische Ansätze und erhält interessante Arbeitshilfen für die Bewerbung von arbeitsorientierter Grundbildung. Grundbildung stellt sich bei dieser umfassenden Betrachtung als dynamisch und zweckgebunden, relevant und interessant heraus.

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Einleitung

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Der Anspruch bei den Überlegungen zu diesem Buch war es, das noch schemenhafte Gebilde Grundbildung mit all seinen Facetten und unterschiedlichen Erscheinungsformen darzustellen. Grundbildung hat zwar in den letzten Jahren deutlich an Publicity zugenommen, führt aber nach wie vor ein Schattendasein: Sie steht im Schatten der Allgemeinbildung. Curricular betrachtet gehören die Kompetenzbereiche Lese- und Schreibförderung gleichermaßen der Allgemeinbildung und der Grundbildung an. Beiden „Bildungsarten“ ist gemein, dass sie in der Grundschule vermittelte Bildungs-Basics sind, jedoch mit dem Unterschied, dass die Allgemeinbildung in der Tradition des ganzheitlichen Humboldt’schen Bildungsbegriff und Grundbildung für zweckgebundenes, anwendbares Wissen steht. Da die Anwendbarkeit von Bildung grundsätzlich in erster Linie auf die Verwendung zur sozialen und damit auch beruflichen Teilhabe zielt, ist Grundbildung ganz selbstverständlich in die Nähe von Beschäftigung gerückt. Aber auch die Allgemeinbildung hat den Auftrag, auf das (berufliche) Leben vorzubereiten. Und so finden sich Schnittmengen im curricularen Kern der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Lehrpläne, in den Bildungsstandards der KMK und in den Mindestanforderungen für Ausbildungsreife. Das erste Kapitel dieses Sammelbands „Von der Alphabetisierung zur Grundbildung“ berichtet von Abgrenzungen und Übereinstimmungen der beiden Bildungsbegriffe. Die weiter zu diskutierende Frage, die sich hier stellt, lautet: Gibt es überhaupt eine andere Grundbildung als die arbeitsplatzorientierte? Sabine Schwarz differenziert zwischen „Arbeitsplatzorientierter“ und „Arbeitsorientierter“ Grundbildung und eröffnet mit dieser interessanten Überlegung in ihrem Beitrag „Wer lernt was, wie und wozu – ein Praxisbericht über die Gestaltung von Lernprozessen in der Arbeitsorientierten Grundbildung (AoG)“ quasi...

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