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Das Frankoprovenzalische in Italien, Frankreich und der Schweiz

Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit im Dreiländereck

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Heike Susanne Jauch

Das Aostatal, das Wallis und Savoyen sind nicht nur Teil des domaine francoprovençal, sondern sie verbindet auch eine gemeinsame Geschichte und Sprache: das Frankoprovenzalische. Die Studie untersucht den Sprachkontakt Frankoprovenzalisch–Italienisch–Französisch, für den sich nicht mehr von einer Diglossie sprechen lässt, sondern von einer Pluriglossie. Es handelt sich um eine vertikale und konvergente Sprachkontaktsituation. Die Autorin beschreibt die Sprachdynamik zwischen den drei Sprachen sowie den Status und die Vitalität des Frankoprovenzalischen anhand einer auf den Konzepten E. Coserius und Th. Stehls sowie auf empirischen Daten basierenden Analyse. Die empirischen Daten kategorisiert und analysiert sie mittels der Beschreibungsebenen Kompetenz der Variation, Pragmatik der Variation und Linguistik der Variation.

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1. Einleitung

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1.   Einleitung

1.1   Themenbestimmung und Ziel der Arbeit

Die im Rahmen dieser empirischen Forschung untersuchten Gebiete, d. h. das Aostatal in Italien, die Départements Savoyen und die Haute-Savoie in Frankreich sowie das Unterwallis in der Schweiz, sind nicht nur Teil des domaine francoprovençal, sondern sie verbindet bis zum Jahr 1860/1861 auch eine gemeinsame Geschichte: Das Aostatal, wie auch das Wallis, Savoyen und die Haute-Savoie, gehörten von 1032–1860 dem Herzogtum Savoyen an. Die Sprache, die sich in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts in diesem Raum herausbildete, war das Frankoprovenzalische1:

La genèse du patois est celle de tous les parlers romans: un substrat celtique avec des résidus des langues pré indoeuropéennes parlées avant l’invasion des Celtes dans notre cas, le latin, un superstrat germanique dû aux contributions des différents peuples qui ont occupé successivement notre Pays, et un adstrat varié, fruit des contributions des parlers voisins ou particulièrement influents à une époque donnée.2

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