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Philologia sanat

Studien für Hans-Albrecht Koch zum 70. Geburtstag

Gabriella Rovagnati and Peter Sprengel

Medizin und Literatur stehen in einem so wechselvollen wie spannenden Dialog, der in zahlreichen Studien des dem Philologen und Bibliothekar Hans-Albrecht Koch gewidmeten Bandes beleuchtet wird – von der altgriechischen Komödie über das Volksbuch von Till Eulenspiegel zur Volksmedizin und Erfahrungsseelenkunde der Aufklärung und weiter über Klassik und Romantik bis hin zu Autoren und Diskursen des 20./21. Jahrhunderts. Andere Essays umspielen den roten Faden mit Seitenblicken auf Fellinis Antike-Rezeption, mittelalterliche Buchkunst und Sakralskulptur, Beethovens «Fidelio», Chamissos Langzeitwirkung und einen vergessenen Züricher Zeichner. Die Linie setzt sich fort mit neuem Material zum «Netzwerker» Rudolf Alexander Schröder und Einblicken in die aktuelle Architektur und Hochschulpolitik.

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Der sogenannte Memling-Altar im Lübecker St. Annen-Museum. Ein Objekt der Begierde (Jörg Rosenfeld)

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Jörg Rosenfeld

Der sogenannte Memling-Altar im Lübecker St. Annen-Museum. Ein Objekt der Begierde

Der sogenannte Memling-Altar in Lübeck – der größte Altaraufsatz in Form eines Doppelflügelretabels von der Hand des Brügger Stadtmalers Hans Memling (geb. vor 1440, Seligenstadt am Main, gest. 1494, Brügge) – ist das unbestrittene „Wunderwerk“ des St. Annen-Museums (Abb.1).1 2015/2016 war dieser berühmte und kostbare Altaraufsatz der Höhepunkt der Jubiläumsausstellung „Lübeck 1500 – Kunstmetropole im Ostseeraum“ (Abb.2).2 Nach Ende der Sonderschau erfuhr das explizit zur Ikone des Museums beförderte Kunstwerk eine neue Präsentation im eigens geschaffenen Memling-Raum, um die diesbezüglichen Erwartungen der Museumsbesucher zu bedienen (Abb.3).

Das Gemälderetabel wurde erstmalig 1846 von dem deutschen Kunsthistoriker Gustav Friedrich von Waagen (1794–1868) Hans Memling zugeschrieben. Zuvor hatte es bereits der französische Diplomat Charles Ogier (1595–1654) während ← 67 | 68 → seines Lübeckaufenthaltes 1636 mit dem Danziger Weltgerichtsretabel desselben Künstlers in Zusammenhang gebracht.3

Mit der zunehmenden Beschäftigung seitens begeisterter Laien und gelehrter Experten geriet das Lübecker Memling-Retabel zusehends in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses, um schließlich zum Objekt der Begierde zu werden.

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