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Philologia sanat

Studien für Hans-Albrecht Koch zum 70. Geburtstag

Edited By Gabriella Rovagnati and Peter Sprengel

Medizin und Literatur stehen in einem so wechselvollen wie spannenden Dialog, der in zahlreichen Studien des dem Philologen und Bibliothekar Hans-Albrecht Koch gewidmeten Bandes beleuchtet wird – von der altgriechischen Komödie über das Volksbuch von Till Eulenspiegel zur Volksmedizin und Erfahrungsseelenkunde der Aufklärung und weiter über Klassik und Romantik bis hin zu Autoren und Diskursen des 20./21. Jahrhunderts. Andere Essays umspielen den roten Faden mit Seitenblicken auf Fellinis Antike-Rezeption, mittelalterliche Buchkunst und Sakralskulptur, Beethovens «Fidelio», Chamissos Langzeitwirkung und einen vergessenen Züricher Zeichner. Die Linie setzt sich fort mit neuem Material zum «Netzwerker» Rudolf Alexander Schröder und Einblicken in die aktuelle Architektur und Hochschulpolitik.

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Medizinische Volksaufklärung – historische und aktuelle Bedeutung (Holger Böning)

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Holger Böning

Medizinische Volksaufklärung – historische und aktuelle Bedeutung

1.

Mit der Bibliographie als Zugang zur Wissenschaft hat Hans-Albrecht Koch sich 2002 zu Ehren des bedeutenden Bibliothekars, Buchwissenschaftlers und Bibliographen Paul Raabe auseinandergesetzt.1 Als Verantwortlicher für die „Internationale germanistische Bibliographie“2 und andere nützliche Nachschlagewerke3 weiß er intim, wovon er spricht. Als festlich-ehrender Gruß von Bibliograph4 zu Bibliograph möge so dieser kleine Beitrag verstanden werden. Dabei fühle ich mich, wie dies bei Bibliographen wohl leicht der Fall sein mag, einem Positivismus verpflichtet, der die Theoriebildung selbstverständlich nicht ablehnt, der aber ebenso selbstverständlich darauf besteht, dass die theoretischen Gebäude ihr Fundament auf Quellen gründen. Die Zeit derjenigen, die vor allem im 19. Jahrhundert darum bemüht waren, die Quellengrundlage der Geisteswissenschaften zu erschließen und zu erweitern, ist viel zu schnell zu Ende gegangen. ← 99 | 100 → Fehlende Quellenkenntnis und Ahnungslosigkeit gegenüber dem Reichtum der literarischen und publizistischen Traditionen vergangener Jahrhunderte haben zu festgefügten Vorurteilen geführt, die unter Germanisten und Historikern beständig von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Als Editor von bedeutenden Quellen des Aufklärungsjahrhunderts hat Hans-Albrecht Koch dazu beigetragen, solcher Missachtung historischer, literarischer und publizistischer Zeugnisse entgegenzutreten.5

2.

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