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Philologia sanat

Studien für Hans-Albrecht Koch zum 70. Geburtstag

Gabriella Rovagnati and Peter Sprengel

Medizin und Literatur stehen in einem so wechselvollen wie spannenden Dialog, der in zahlreichen Studien des dem Philologen und Bibliothekar Hans-Albrecht Koch gewidmeten Bandes beleuchtet wird – von der altgriechischen Komödie über das Volksbuch von Till Eulenspiegel zur Volksmedizin und Erfahrungsseelenkunde der Aufklärung und weiter über Klassik und Romantik bis hin zu Autoren und Diskursen des 20./21. Jahrhunderts. Andere Essays umspielen den roten Faden mit Seitenblicken auf Fellinis Antike-Rezeption, mittelalterliche Buchkunst und Sakralskulptur, Beethovens «Fidelio», Chamissos Langzeitwirkung und einen vergessenen Züricher Zeichner. Die Linie setzt sich fort mit neuem Material zum «Netzwerker» Rudolf Alexander Schröder und Einblicken in die aktuelle Architektur und Hochschulpolitik.

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„Dass Gott mir am Abend meiner Tage noch solch einen Freund und Verleger geschenkt hat, ist für mich ein unbegreifliches Wunder.“ Rudolf Alexander Schröder und Peter Suhrkamp. Eine Skizze (Klaus Goebel)

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Klaus Goebel

„Dass Gott mir am Abend meiner Tage noch solch einen Freund und Verleger geschenkt hat, ist für mich ein unbegreifliches Wunder.“ Rudolf Alexander Schröder und Peter Suhrkamp. Eine Skizze

Rudolf Alexander Schröder schloss seine Bremer Architekturwerkstatt 1931 und entschied sich nach einer kurzen Zeit des Experimentierens mit Aquarellmalerei und Zeichnung, als freier Schriftsteller zu leben. Darin sah er seine eigentliche Berufung und wagte im Alter von 53 Jahren noch einen Wechsel. Mit seiner Schwester Dora, die den Haushalt führte, verließ er Ende 1935 auch die Heimatstadt Bremen. Das kleine Wohnhaus in Bergen (Obb.), das er zunächst gemietet hatte, kaufte er im folgenden Sommer. Nun hing die materielle Basis für Haushalt und Weiterarbeit allein von den Erträgen der Schriftstellerei ab.

1899 hatte Schröder die Zeitschrift Die Insel mitgegründet. Bald darauf war er auch Autor des neuen Insel-Verlags geworden, konnte jedoch nie ernsthaft daran denken, von eigenen Büchern seinen Lebensunterhalt abhängig zu machen. Sie erreichten keine nennenswerten Auflagen. Einige Titel verstaubten überdies im Lager. Gleichwohl verband ihn mit Anton Kippenberg, Leiter des Verlags seit 1905, eine freundschaftliche Beziehung. Jetzt aber, wo es darauf ankam, tat der Verleger in seinen Augen zu wenig für seine Bücher. Auch neue Vorhaben förderte er nicht oder zu wenig und zögerte mit einer von Schröder erwarteten Gesamtausgabe.

Schröders neuer Verlag: S. Fischer

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