Show Less
Restricted access

Marketing für Handelsmarken

Leitfaden für erfolgreiche Handelsmarkenentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel

Joachim Hurth and Hermann Sievers

Das Buch «Marketing für Handelsmarken. Leitfaden für erfolgreiche Handelsmarkenentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel» von Joachim Hurth und Hermann Sievers gibt den aktuellen Stand der Handelsmarkenforschung im deutschen Handel wieder. Die Autoren gehen nach den Grundlagen der Handelsmarkenpolitik auf die Marktbedeutung und auf die Perspektiven von Handel, Hersteller und Konsument ein. Die Konzepte, die von den Akteuren angewendet werden, bilden einen weiteren Schwerpunkt des Buches. Dabei geht es um vorhandene Marketing- und Markenkonzepte und um die Instrumente, mit denen man die Konzepte beurteilen kann. Den Schluss des Buches bildet ein Ausblick auf die künftige Entwicklung der Handelsmarken.

Show Summary Details
Restricted access

3 Handelsmarkenpolitik

Extract



3.1 Sortimentspolitik des Handels als Rahmen92

Die Handelsmarkenpolitik ist eine Teilaufgabe der Sortimentspolitik im Handel. Dort geht es u.a. um die Festlegung der angebotenen Artikel und deren Qualität. Eine dabei zu treffende Entscheidung ist die Markierung der Waren inklusive der Frage, ob, wie viele und welche Eigenmarken vom Händler angeboten, und welche Preisstufen besetzt werden sollen.

Ein Sortiment setzt sich aus Waren, aus Dienstleistungen oder aus kombinierten Waren und Dienstleistungen zusammen. Die Dimensionen der Sortimente sind die Sortimentstiefe und die Sortimentsbreite. Die Sortimentstiefe kennzeichnet die Vielfalt ähnlicher Waren, die Sortimentsbreite die Vielfalt verschiedener Waren. Die Sortimentstiefe innerhalb einer Warengruppe wird im Allgemeinen auch als Auswahl bezeichnet. Man unterscheidet flache, mittlere und tiefe Sortimente. ALDI hat beispielsweise ein flaches Sortiment, da nur wenige Varianten angeboten werden. Die Sortimentsbreite kommt in Begriffen wie Spezialsortiment oder breites Sortiment zum Ausdruck. Die Sortimentsbreite kann breit, mittel oder schmal sein. Die Breite bezieht sich meist auf die Anzahl der Warengruppen, so hat ein SB-Warenhaus ein breites Sortiment, da viele Warengruppen angeboten werden. Die Betrachtung von Sortimentsbreite und -tiefe sind immer auf ein Untersuchungsobjekt bezogen. In einem Fachgeschäft drückt sich die Tiefe eines Sortiments durch die Auswahl an Marken, Farben oder Größen aus, und die Breite durch die Zahl der angesprochenen Zielgruppen, z.B. Damen, Herren, Kinder. In einem Mehrbranchenanbieter drücken die Zielgruppen dagegen die Sortimentstiefe aus, z.B. Damen,- Herren- und Kinderbekleidung im SB-Warenhaus. Eigenmarken können die Sortimentstiefe und –breite erweitern. So k...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.