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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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„On dit bonjour à la caméra.“ Zum Spiel beobachteter Kinder mit der Aufnahmesituation in institutionellen Lernkontexten

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Daniel Rellstab (Vaasa, Finnland)

„On dit bonjour à la caméra.“Zum Spiel beobachteter Kinder mit der Aufnahmesituationin institutionellen Lernkontexten

1       Einleitung

Das Observer’s Paradox (Labov 1970: 47) wird seit dem Entstehen der Soziolinguistik diskutiert. Lange wird es als zwar etwas ärgerliches Problem dargestellt, das sich aber, so schon Labov (1972), mit der Zeit selbst abschwäche, da sich die Beobachteten an die Kameras und Aufnahmegeräte gewöhnen würden (cf. etwa auch Deppermann 2008: 25). Die Konversationsanalyse ändert aber schon früh die Perspektive auf das Phänomen und beginnt zu analysieren, wie Menschen mit der Aufnahmesituation umgehen. Mitte der 1980er Jahre untersucht Heath (1986: 11–13), wie die Kamera von Beobachteten interaktiv relevant gesetzt wird; anfangs der 2000er Jahre zeigen Hutchby und Speer (2003), dass der Verweis auf die Aufnahmesituation von den Beobachteten zur Lösung interaktionaler Probleme eingesetzt wird, und erst kürzlich weist Mondada (2012) nach, dass und wie das Aufnehmen von Videodaten ein „practical accomplishment“ und für die Daten, natürlich, konstitutiv ist. Diese Perspektive wird hier ebenfalls adaptiert. Der Beitrag setzt sich mit einem spezifischen Moment des Reflexivwerdens der Aufnahmesituation innerhalb des Fremdsprachenklassenzimmers auseinander und untersucht, wie und warum beobachtete Kinder ein Interaktionsereignis für die Kamera inszenieren.

2       Daten, Fragestellung, Analysemethode

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