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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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Das Bild des ‚Kaisers der Reportage‘ im deutschen und polnischen Pressediskurs. Versuch einer diskursanalytischen Untersuchung

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Ein kontroverses Buch von Artur Domosławski hat die Wahrnehmung von Ryszard Kapuściński, drei Jahre nach dessen Tod, in ein neues Licht gerückt. In Kapuściński non-fiction wird die Glaubwürdigkeit des ‘Meisters der Reportage‘ in Frage gestellt, was auch gleich von mehreren Presseredaktionen und Journalisten weltweit aufgegriffen wurde und eine mediale Debatte von Grenzen übergreifendem Ausmaß ausgelöst hat. Im vorliegenden Beitrag wird versucht, die Diskussion um die strittige Publikation diskurslinguistisch zu ergründen und eine der größten literarischen Kapazitäten Polens im polnischen und deutschen Pressediskurs zu profilieren. Da es aber aus Platzgründen unmöglich ist ins Detail zu gehen und das gesamte Untersuchungsverfahren zu präsentieren, werden nur die wichtigsten Ergebnisse der vergleichenden diskursanalytisch ausgerichteten Analysen präsentiert, bei denen womöglich individuell funktional-thematisch an die jeweiligen Texte herangegangen wird, mit dem Ziel, das Kapuściński-Bild im polnischen und deutschen Presseraum zu präsentieren. Aus den gleichen Gründen wird bei der Wahl der Untersuchungsmethode und bei der Entscheidung zur Herangehensweise selektiv und exemplarisch vorgegangen. Es wird versucht, unter Einsatz nur einer der diskursanalytischen Methoden1, die jedoch in diesem Zusammenhang meines Erachtens besonders relevant ist, die mediale Aushandlung und Gestaltung des Profilbildes einer prominenten Persönlichkeit zu schildern. Die Toposanalyse im Sinne von Martin Wengeler (2007) soll somit Aufschlüsse über kollektives, gesellschaftliches Wissen liefern, um dominante Sichtweisen, Denkweisen und Wahrnehmungsmuster der in der Untersuchung erfassten Gesellschaftsgruppen offenzulegen. ← 325 | 326 →

Wengelers Toposanalyse gilt als eines der...

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