Show Less
Restricted access

Online-Beratung im Gruppenchat für Jugendliche und junge Erwachsene

Zwischen Leichtigkeit und Tiefgang

Monika Vey

Virtuelle Beratungsräume statt personaler Begegnung? Vor allem für junge Menschen bietet die leichte Verfügbarkeit eine Chance, fachliche Hilfestellung wie qualifizierte psychologische Beratung ohne große Hürden zugänglich zu machen. Im Gruppenchat als hybrider Form kann sowohl Fachkompetenz wie auch Peer-Empowerment abgerufen werden. In der empirischen Analyse von Chattexten aus der Jugendberatung der bke beleuchtet die Autorin das Spannungsfeld zwischen scheinbar oberflächlichem Plaudern und ernsthafter Selbstreflexion und beschreibt die Auswirkungen einer Verschränkung dieser beiden scheinbar unvereinbaren Themenfelder. Sie diskutiert Chancen und Grenzen sowie typische Eigenheiten der medienbasierten Jugendberatung und Anregungen zur Qualifizierung für dieses Tätigkeitsfeld.

Show Summary Details
Restricted access

X Ausblick/Forschungsdesiderate

Extract



Da der Einsatz von Gruppenchats im Beratungsbereich in der Praxis noch nicht so verbreitet ist und im Forschungsbereich bisher ebenfalls kaum auftaucht, wären zur Weiterentwicklung dieses vielversprechenden Ansatzes weitere wissenschaftliche Auswertungen wünschenswert. Einige Anschlussfragen ergeben sich aus den oben skizzierten Ansatzpunkten für die Professionellen, z. B. den Beratungsprozess nach den unterschiedlichen Einbringertypen untersuchen: was kann dabei an Unterschieden sowohl im Prozess als auch in den Interventionen herausgearbeitet werden? Mit Hilfe welcher Interventionen gelingt es, die Einstiegsbereitschaft in einen Beratungsprozess zu fördern?

Ein weiterer Schwerpunkt könnte das Konzept „Beratung vor der Gruppe“ versus unter verstärkter Einbeziehung der Gruppe darstellen. Welche Kriterien können herausgearbeitet werden, wann welcher Ansatz eher geeignet ist bzw. wie dieser Ansatz oder sogar der Wechsel zwischen beiden Möglichkeiten umgesetzt werden kann? Ist dies abhängig von der Zielgruppe, z. B. Unterschiede zwischen Jugendlichen und Erwachsenen?

Im Zusammenhang mit dieser Frage lohnt sich ebenfalls ein Vergleich der Beratungschats mit den unterschiedlichen Zielgruppen Jugend bzw. Eltern: wo sind Parallelen festzustellen, wo gibt es Unterschiede? Inwiefern sind diese Unterschiede als Reaktion auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen zu sehen? Und/oder sind diese Bedürfnisse vielleicht gar nicht so verschieden, wie es auf den ersten Blick scheint? Welche Rolle spielt beispielsweise die Selbstpräsentation bei Eltern?

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.