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Kapitalerhöhung in der AG nach deutschem und türkischem Recht

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

Necat Azarcan

Die dynamischen Veränderungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erfordern von jedem Unternehmen, eine optimale Finanzierung zu realisieren. Der Autor untersucht diese Grundvoraussetzung für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Als wichtigste Form der Kapitalbeschaffung gilt die Kapitalerhöhung, die die Liquidität der Gesellschaft sichert. Ziel der Untersuchung ist die Schaffung eines umsichtigen Bildes der Kapitalerhöhung in den Rechtsordnungen Deutschlands und der Türkei. Dabei ist das Bezugsrecht eines der wirtschaftlich wichtigsten Mitgliedschaftsrechte. Will man einer willkürlichen Differenzierung beim Bezugsrechtsausschluss einen Riegel vorschieben, so müssen die im deutschen Recht von der Rechtsprechung und Lehre entwickelten Grundsätze Eingang in das türkische Recht finden.

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Kapitel 4: Genehmigtes/Registriertes Kapital

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Die wachsende Globalisierung und sehr hohe Dynamik des Kapitalmarktes zwingen die an einem organisierten Kapitalmarkt tätigen Unternehmen dazu, ihre Strukturen immer öfter und schneller an die veränderten Erfordernisse der Wirtschaft anzupassen, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Um diesen wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden, müssen Unternehmen über die erforderlichen Werkzeuge verfügen. Eine zentrale Bedeutung erlangt dabei die ausreichende Versorgung mit Eigenkapital zu wettbewerbsfähigen Bedingungen. Dies ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die betriebsnotwendigen Investitionen, die für Sicherung und Fortbestand von Unternehmen unabdingbar sind. Je besser die Eigenkapitalausstattung ist, umso besser sind die Chancen des Unternehmens, im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die Fähigkeit, im richtigen Zeitpunkt die erforderliche Menge an Eigenkapital beschaffen zu können, setzt u. a. die Flexibilität zu schnellem Handeln voraus, ein Erfordernis, der für die Erhaltung und Ausbau einer sicheren Marktposition, verbunden mit der Realisation des wirtschaftlichen Erfolges, von unerlässlicher Bedeutung sein kann. Die Fähigkeit, in immer kürzeren Abständen immer mehr Entscheidungen zu treffen, bedingt die Notwendigkeit eines ständigen und nicht einem stetigen Wechsel der Mitglieder ausgesetzten Organs, das günstige Kapitalmarktsituationen im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre rasch und flexibel ausnutzen kann.

Als ein Organ, das üblicherweise einmal jährlich zusammentrifft und zu diesem Zeitpunkt auch beschließt, nicht aber eine ständige Präsenz besteht644, bildet die Haupt-/Generalversammlung nicht die adäquate Organisationsform, um alle anfallende Aufgaben bewältigen zu k...

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