Show Less
Restricted access

Karl Nauwerck – Ein ‚bekannter patentirter Revolutionär‘

Herkunft und Jugend – Von der Aufklärung zum Aufbegehren. Nebst Anhängen mit Archivalien und Dokumenten von und zu Ludwig und Karl Nauwerck sowie mit Exkursen

Series:

Lars Lambrecht

Dieses Buch veröffentlicht erstmals den Nachlass des ‚radikalen Demokraten‘ der März-Revolution Karl Nauwerck (1810–1891). Es wertet die aufgefundenen persönlichen und literarischen Dokumente der Jugendzeit kritisch aus und publiziert die Archivalien seines Vaters Ludwig, seiner Kinder und Enkel, die ebenfalls im Karl-Nauwerck-Familienarchiv (KNFA) gesichert sind.

Die vielfältigen Dokumente und Briefe belegen die politischen, gesellschafts- und kulturgeschichtlichen wie persönlich-privaten Beziehungen zwischen der Familie Nauwerck und bedeutenden Persönlichkeiten seit Ende des 18. Jahrhunderts: J. W. v. Archenholtz, C.L. Fernow, J.W. Goethe, J.H. Meyer, C.F. Zelter, F.D. Bassermann, R. Blum, S. Born, A. Geiger, M. Hartmann, A. Herzen, A.H. Hoffmann v. Fallersleben, J. Jacoby, A. Ruge, F.T. Vischer oder C. Vogt.

Show Summary Details
Restricted access

Anhang I. Dokumente von/zu Ludwig Nauwerck

Extract

← 352 | 353 →

Anhang I.  Dokumente von/zu Ludwig Nauwerck

1.1  Ueber ein Gemälde von Albrecht Dürer in der Marien Kirche zu Lübeck∗

In den deutschredenden weiten Länderstrichen von der Nordsee bis zur Ungarischen Gränze und von der Memel bis zu den Alpen, welche ehemals zu Einer Nation vereinigt waren, zeigt sich grade in der Zeitperiode, wo das gemeinschaftliche Band, welches diese Völkerschaften zu einem Ganzen vereinigt, immer loser zu werden anfing, ein auffallender Eifer für das Vaterländische in Literatur und Kunst, welcher die Vorzeit auf uns vererbt hat. Eine Regung die lobenswerth wäre, – denn immer ist es billig und recht, verehrter und verehrungswürdiger Todten sich zu erinnern, – wenn das goldene ne quid nimis nur nicht zu oft dabey ins Gedränge käme. Ehre den Bestrebungen unserer Vorfahren die ihre Weisheit und Kraft erproben, die Begeisterung eingab und treuer Eifer vollführte! Doch die Spielwerke ihrer Finderjahre, ihren Nürnberger Tand und die Erinnerungen ihrer Schulknabenstreiche lasse man den Schulknaben. Sie gehören in die Biographie der Nation, brauchen aber nicht grade an ihrem Erntefall neben ihre Lorbeerkränze zum Sehen ausgestellt zu werden. Ein heiliges bewundertes und verehrtes Denkmal der kräftigen Vorzeit sey uns das herrliche Lied der Nibelungen und was ihm gleicht, doch manche der Handwerksburschenlieder, womit manche Literaten unser poetisches Nationalmusäum zu bereichern suchen, ließe man, dächt’ ich, ohne Schaden – den Handwerksburschen.

Eben so verhält...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.