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Karl Nauwerck – Ein ‚bekannter patentirter Revolutionär‘

Herkunft und Jugend – Von der Aufklärung zum Aufbegehren. Nebst Anhängen mit Archivalien und Dokumenten von und zu Ludwig und Karl Nauwerck sowie mit Exkursen

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Lars Lambrecht

Dieses Buch veröffentlicht erstmals den Nachlass des ‚radikalen Demokraten‘ der März-Revolution Karl Nauwerck (1810–1891). Es wertet die aufgefundenen persönlichen und literarischen Dokumente der Jugendzeit kritisch aus und publiziert die Archivalien seines Vaters Ludwig, seiner Kinder und Enkel, die ebenfalls im Karl-Nauwerck-Familienarchiv (KNFA) gesichert sind.

Die vielfältigen Dokumente und Briefe belegen die politischen, gesellschafts- und kulturgeschichtlichen wie persönlich-privaten Beziehungen zwischen der Familie Nauwerck und bedeutenden Persönlichkeiten seit Ende des 18. Jahrhunderts: J. W. v. Archenholtz, C.L. Fernow, J.W. Goethe, J.H. Meyer, C.F. Zelter, F.D. Bassermann, R. Blum, S. Born, A. Geiger, M. Hartmann, A. Herzen, A.H. Hoffmann v. Fallersleben, J. Jacoby, A. Ruge, F.T. Vischer oder C. Vogt.

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2. Karl Nauwerck

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2.  Karl Nauwerck

2.1  Jugend und Schulzeit

Karl Nauwerck war also im lauenburgischen Salem am 26.03. 1810 „unehelich“ geboren und in dem knapp 7 km entfernten Sterley am 30.03. 1810 auf den Vornamen Ludewig Gottlieb Carl – nach dem Taufeintrag noch ohne Nachnamen – getauft worden.420 Karl wuchs „bei seinem Großvater in Ratzeburg“ auf, wie es im späteren Konfirmations-Register der Kirchengemeinde Dom hieß.421 Bei der Frage, wer dieser Großvater war, kann es sich nur um den Großvater mütterlicherseits, den Maurer Johann George Zinck, handeln, da sein Großvater väterlicherseits ja bereits 1801 verstorben war. Gleichwohl schließt sich eine Reihe weiterer Fragen an: Warum hatte Karl nicht bei seiner Mutter Marie Dorothee Margarethe Zinck gelebt? War ← 173 | 174 → der Grund ihre Eheschließung mit dem Maurergesellen Johann August Friedrich Hester 1814 in Ratzeburg, wo sie doch bis zur Geburt ihres ehelichen Sohns Wilhelm 1820 und ihrer Tochter Wilhelmine Auguste Charlotte am 16.09. 1822 und hier dann noch bis zum 12. Januar 1846 lebte? War sie vielleicht nach Karls Taufe von Sterley mit ihrem Kind zunächst nach „Ziethen“ nahe Ratzeburg verzogen, wo sie „eine kurze Zeit“, etwa die drei Jahre bis 1813, als in Ziethen von September bis November die Franzosen einquartiert waren, oder die vier Jahre bis zu ihrer Ehe mit Hester, lebten? Und kamen dann ihre Eltern später mit Karl in die Stadt Ratzeburg? Denn, wie er auch später in seinem Tagebuch geschrieben...

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