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Der inklusive Blick

Die Literaturdidaktik und ein neues Paradigma

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Edited By Daniela A. Frickel and Andre Kagelmann

Das neue bildungspolitische Paradigma der Inklusion fordert die Literaturdidaktik heraus, ihre Theorien, Inhalte und Methoden einer Revision zu unterziehen. Es gilt, Grundlagen und Konzepte zu entwickeln, die Prozesse inklusiver Realisation fundieren und gestalten. Die Beiträge in diesem Band zielen auf einen interdisziplinären Dialog zwischen der Fachdidaktik Deutsch und der Förderpädagogik sowie zwischen der Literatur- und Sprachdidaktik und loten die Herausforderungen und Möglichkeiten einer ’inklusiv denkenden und agierenden‘ Literatur- bzw. Deutschdidaktik mehrperspektivisch und fächerübergreifend aus.

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Kathrin Ulbricht, Lars Krüger, Stefanie Schick und Mona Bekteši - Ein Setting für inklusiven Literaturunterricht an der Oberschule

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Kathrin Ulbricht, Lars Krüger, Stefanie Schick und Mona Bekteši (Bremen)

Ein Setting für inklusiven Literaturunterricht an der Oberschule

Abstract: Since 2009, the federal state of Bremen has enshrined inclusion in its education act. However, escpecially teaching literature beyond class 6 has not been implemented well enough yet. The following article introduces a teaching unit with reading schedules and cooperative tasks on Markus Zusak’s “The Messenger”, which ensures a joint examination of the novel for all pupils from the 8th class onwards (without the “good” students being unchallenged).

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich die zugehörige Diskussion – zumindest im bildungspolitischen Umfeld – gewandelt. Je weiter die Umsetzung der Inklusion im Schulsystem voranschreitet (Inklusionsquote im Bundesland Bremen im Schuljahr 2013/14: Grundschule 68,9%, Sekundarstufe 62,8%, vgl. Bertelsmann Stiftung 2015: 55), desto weniger stellt sich die Frage danach, ob es eine Inklusion in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und damit eben auch der Schule geben sollte, sondern vielmehr, wie diese umgesetzt werden kann. Auch wenn in der gesellschaftlichen Diskussion noch längst nicht alle Fragen geklärt sind und bereits das allgemeine Verständnis von Inklusion als der gemeinsamen Beschulung von behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schülern von dem der Forschung abweicht (kritisch dazu Hinz 2013), die darin eine Berücksichtigung der verschiedenen Bedürfnisse aller Kinder versteht – seien sie hochbegabt oder ‚beeinträchtigt‘ (vgl. Textor 2012) – liegt die entscheidende Aufgabe nun im Feld der Fachdidaktik...

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