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Literaturwissenschaftliche Aufbaujahre

Beiträge zur Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum – ein germanistikgeschichtliches Forschungsprojekt

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Edited By Carsten Zelle

Der Band ist ein Beitrag zur Germanistikgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Er rekonstruiert die Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der 1965 eröffneten Ruhr-Universität Bochum. Vorgestellt werden die ›Gründungsprofessoren‹ Ingrid Strohschneider-Kohrs – erste germanistische Lehrstuhlinhaberin der BRD –, Hans Joachim Schrimpf, Klaus Günther Just und Paul Gerhard Klussmann. Weitere Beiträge gelten der Bochumer Neugermanistik in der Studentenbewegung, ihrem Ausbau bis Mitte der 80er Jahre mit Komparatistik, Literaturdidaktik und Sozialgeschichte sowie prägenden Sammlungen und Institutionen. Verzeichnisse der Schriften, Lehrveranstaltungen und Doktoranden sowie maßstabsetzende Aufsätze der frühen Bochumer Neugermanisten werden dokumentiert.

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Die Almanach- und Taschenbuchsammlung im Archiv des Bochumer Germanistischen Instituts*

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Als im »December 1823« – vier Monate nach dem Tod des Leipziger Verlegers Friedrich Arnold Brockhaus – anstelle eines »vierten Abdruck[s] der fünften, zum Theil veralteten Auflage« des Brockhausschen Conversations-Lexicons von 1820 eine »sechste neue Auflage […] in zehn Bänden« erscheint, wird als ein wesentlicher Grund dafür geltend gemacht, daß in jener »eine Menge alter und neuer Gegenstände […] fehlten, die eine besondere Wichtigkeit in den letzten Jahren erlangt hatten«.1 Zu den 1824 erstmals in ›den Brockhaus‹ aufgenommenen Artikeln zählt, auf immerhin vier engbedruckten Seiten, auch der Eintrag »Taschenbücher- und Almanachsliteratur in Deutschland«.2 Wie sehr er an der Zeit ist, reflektiert der Artikel eingangs in einem Zitat aus der (gleichfalls bei Brockhaus erscheinenden) Rezensionszeitschrift Hermes von 1820 gleich selbst: » ›Die deutsche Literatur unsrer Tage bietet im Gegensatze zu der frühern ein merkwürdiges Bild dar. Wir brauchen kaum ein halbes Jahrhundert zurückzugehen, und die Bücherbänke in Deutschland blicken uns finster, streng, gelehrt, fast abschreckend an. Ungeheure Folio’s gönnen auch den beleibtesten Quartanten nur unwillig einen Raum, und diese sehen wieder mit Stolz auf das noch scheu sich anschmiegende Geschlecht der Oktavbände herab. Wie anders ist es jetzt←223 | 224→ u. s. w.‹ «3 Der Ausgang vom Äußeren, dem ›finsteren Anblick‹ und dem Buchformat, bleibt der nachfolgend vorzustellenden Realie nicht äußerlich. Denn in der Tat wird nicht nur die »zierliche[] Form« des Duodez- oder gar Sedezbändchens mit hochwertigen Kupferstichen (vorzugsweise von Chodowiecki), »Goldschnitt« sowie einem...

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