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Literaturwissenschaftliche Aufbaujahre

Beiträge zur Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum – ein germanistikgeschichtliches Forschungsprojekt

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Edited By Carsten Zelle

Der Band ist ein Beitrag zur Germanistikgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Er rekonstruiert die Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der 1965 eröffneten Ruhr-Universität Bochum. Vorgestellt werden die ›Gründungsprofessoren‹ Ingrid Strohschneider-Kohrs – erste germanistische Lehrstuhlinhaberin der BRD –, Hans Joachim Schrimpf, Klaus Günther Just und Paul Gerhard Klussmann. Weitere Beiträge gelten der Bochumer Neugermanistik in der Studentenbewegung, ihrem Ausbau bis Mitte der 80er Jahre mit Komparatistik, Literaturdidaktik und Sozialgeschichte sowie prägenden Sammlungen und Institutionen. Verzeichnisse der Schriften, Lehrveranstaltungen und Doktoranden sowie maßstabsetzende Aufsätze der frühen Bochumer Neugermanisten werden dokumentiert.

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Neugermanistische Theateraufführungen im Musischen Zentrum

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In den Empfehlungen zum Aufbau der Universität Bochum, einer »Denkschrift des Gründungsausschusses« aus dem Dezember 1962 (Bochum 1962) wurde die Einrichtung des Musischen Zentrums ausdrücklich als Veranstaltungsstätte außerhalb oder oberhalb der Disziplinen bzw. Institute und Seminare geplant: »Im Musischen Zentrum sollten alle nicht an bestimmte Disziplinen oder Abteilungen gebundenen freiwilligen musischen Bemühungen eine Pflegestätte finden« (Abs. xix, 58). Die Errichtung eines eigenen Baus für das Musische Zentrum mit einer eigenen Studiobühne und einer Probebühne ließ nach Gründung der RUB noch lange auf sich warten: Die im Juli 1971 eröffnete Studiobühne musste noch lange Zeit in gewissermaßen improvisierten Örtlichkeiten spielen, etwa im Friedrich-von-Hardenberg-Haus, in der Alten Mensa oder im Hörsaalzentrum Ost. Erst im Mai 1984 wurde der derzeitige Bau eröffnet und bot vielfach Studierenden die Möglichkeit, sich außerhalb ihres Fächerstudiums an kreativer Theaterarbeit zu beteiligen und an vom Leiter der Studiobühne initiierten Theaterprojekten teilzunehmen.

Erst, nachdem Karin Freymeyer 1999 die Leitung der Studiobühne übernommen hatte, ergab sich die Möglichkeit, über die Bestimmung des Musischen Zentrums als über- oder außerfachlicher Einrichtung hinaus auch fachlich gebundene, aus Lehrveranstaltungen hervorgehende oder gar als Lehrveranstaltungen geplante Inszenierungen auf der Studiobühne zu realisieren. Die Lehrenden der Neugermanistik haben von dieser Möglichkeit reichlich Gebrauch gemacht.

Im Sommersemester 2001 ließen sich einige Teilnehmer des Proseminars zum Thema »Lust- und Schimpffspiele des 16. und 17. Jahrhunderts« (B...

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