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Literaturwissenschaftliche Aufbaujahre

Beiträge zur Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum – ein germanistikgeschichtliches Forschungsprojekt

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Edited By Carsten Zelle

Der Band ist ein Beitrag zur Germanistikgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Er rekonstruiert die Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der 1965 eröffneten Ruhr-Universität Bochum. Vorgestellt werden die ›Gründungsprofessoren‹ Ingrid Strohschneider-Kohrs – erste germanistische Lehrstuhlinhaberin der BRD –, Hans Joachim Schrimpf, Klaus Günther Just und Paul Gerhard Klussmann. Weitere Beiträge gelten der Bochumer Neugermanistik in der Studentenbewegung, ihrem Ausbau bis Mitte der 80er Jahre mit Komparatistik, Literaturdidaktik und Sozialgeschichte sowie prägenden Sammlungen und Institutionen. Verzeichnisse der Schriften, Lehrveranstaltungen und Doktoranden sowie maßstabsetzende Aufsätze der frühen Bochumer Neugermanisten werden dokumentiert.

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Das deutsche Opernlibretto

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Vorbemerkung: Sonja Gerschkowitsch und Sandra Schneebeck

Die Auswahl des Aufsatzes begründet sich zum einen durch den Ersterscheinungsort und zum anderen durch das Thema des Textes. Zum ersten Mal erschien der Aufsatz Das deutsche Opernlibretto 1975 während der Lehrtätigkeit Klaus Günther Justs an der Ruhr-Universität Bochum in Poetica, der Bochumer Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft.1 Die endgültige vom Autor überarbeitete, aber im Wesentlichen sich nur durch den Wegfall der Fußnoten unterscheidende Fassung erschien unter dem Titel Das Opernlibretto als literarisches Problem2 in Justs Essayband Marginalien. Probleme und Gestalten der Literatur 1976. Wiederabgedruckt wurde der Aufsatz in seiner Erstfassung in Das deutsche Opernlibretto. Literatur und Musik. Ein Handbuch zur Theorie und Praxis eines Komparatistischen Grenzgebiets3, herausgegeben von Steven Paul Scher 1984. Christoph Nieder kommentiert in seiner Untersuchung Von der »Zauberflöte« zum »Lohengrin« (1989) Schers Auswahl: »Klaus Günther Justs Aufsatz über Das deutsche Opernlibretto aus dem Jahre 1975 wurde 1984 zu Recht unverändert abgedruckt«4, da Justs Aussage über die Unbekanntheit des Librettos als literarische Größe nach wie vor zutrifft.

Das Thema Musik und Dichtung bildet einen der Forschungsschwerpunkte von Klaus Günther Just, er verfasste zuvor einen gleichnamigen Beitrag für das Handbuch Deutsche Philologie im Aufriss5 und bot zahlreiche Vorlesungen und Seminare zu diesem Thema an. Justs These, dass das Opernlibretto als unbekannte literarische Größe gelten dürfe, wird seither in der Forschungsliteratur immer←357 | 358→ wieder aufgegriffen und als Eröffnungsthese...

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