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Literaturwissenschaftliche Aufbaujahre

Beiträge zur Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum – ein germanistikgeschichtliches Forschungsprojekt

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Carsten Zelle

Der Band ist ein Beitrag zur Germanistikgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Er rekonstruiert die Gründung und Formation der Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der 1965 eröffneten Ruhr-Universität Bochum. Vorgestellt werden die ›Gründungsprofessoren‹ Ingrid Strohschneider-Kohrs – erste germanistische Lehrstuhlinhaberin der BRD –, Hans Joachim Schrimpf, Klaus Günther Just und Paul Gerhard Klussmann. Weitere Beiträge gelten der Bochumer Neugermanistik in der Studentenbewegung, ihrem Ausbau bis Mitte der 80er Jahre mit Komparatistik, Literaturdidaktik und Sozialgeschichte sowie prägenden Sammlungen und Institutionen. Verzeichnisse der Schriften, Lehrveranstaltungen und Doktoranden sowie maßstabsetzende Aufsätze der frühen Bochumer Neugermanisten werden dokumentiert.

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Literarische Anthropologie in didaktischer Absicht. Begründung der Denkbilder aus Elementarerfahrungen

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Vorbemerkung: Florian Skoda

Der hier dokumentierte Aufsatz entstammt der fachdidaktischen Zeitschrift Deutschunterricht1 aus dem Jahr 1999. Drei Gründe motivieren die Auswahl dieses Textes. Erstens repräsentiert er auf nachdrückliche Art und Weise die programmatischen Leitlinien, die Harro Müller-Michaels fortwährend verteidigte und aktualisierte. Zweitens erneuert er mit dem Aufsatz seine bereits in früheren Jahren aufgestellte Forderung nach einem geeigneten literarischen Kanon für den Deutschunterricht. Drittens thematisiert Müller-Michaels in seinem Beitrag seine vielfach diskutierte Kategorie des Denkbilds2 im Hinblick auf den Schüler tangierende Elementarerfahrungen, wodurch schließlich wieder der Bogen zu Müller-Michaels’ wegweisenden Grundideen geschlagen wird.

Der Aufsatz entstand, nachdem Müller-Michaels bereits 35 Jahre als feste und engagierte Größe im literaturdidaktischen Feld aktiv war. Nach 24 Jahren an der Ruhr-Universität und zwei Jahre vor seiner Emeritierung, präsentiert Müller-Michaels mit diesem Text seine didaktischen Ideen und Grundsätze und bietet gleichzeitig einen Überblick auf die von ihm behandelten Forschungsschwerpunkte. Dieser, aber auch weitere Aufsätze3 zu den Kategorien der Elementarerfahrungen und des Denkbilds hatten insofern Einfluss auf das literarische Umfeld, als dass sich auch andere Autoren mit diesen Themen und der Wahl eines stimmi←423 | 424→gen Kanons auseinandersetzten und auf diese Weise die literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Diskussion befeuerten.

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