Show Less
Restricted access

Phonologische Diversität - Wechselbeziehungen zwischen Phonologie, Morphologie und Syntax

Emmerich Kelih

Der Autor untersucht Wechselbeziehungen zwischen dem Phoneminventarumfang und phonologischen, morphologischen, syntaktischen und semantischen Eigenschaften. Der Phoneminventarumfang gilt als quantitativer Gradmesser für phonologische Komplexität. Diese hängt mit Fragen der Sprachökonomie, Kompensationstheorien und Selbstregulation sprachlicher Systeme zusammen. Nach einer kritischen Neubewertung derartiger Wechselbeziehungen plädiert er für eine statistische Modellierung, die konzeptuell auf synergetischen Sprachtheorien beruht. Die empirische Analyse slawischer Sprachen zeigt eine vorrangige Wirkung des Phoneminventarumfangs auf die phonologische Ebene selbst und eine multidirektionale Beeinflussung anderer sprachlicher Ebenen.

Show Summary Details
Restricted access

4. Wechselbeziehungen: Vom Modell zur Beobachtung

Extract

← 154 | 155 →

4. Wechselbeziehungen: Vom Modell zur Beobachtung

Aus der bisherigen Übersicht zur Bedeutung des Phoneminventarumfangs ergibt sich eine Vielzahl von linguistischen Eigenschaften und Merkmalen, die in einer bestimmten Wechselbeziehung zueinander stehen. Als problematisch erweist sich aber die terminologische Breite, die mit den Begriffen Zusammenhang, Wechselbeziehung, Abhängigkeit, Interrelation usw. einhergeht. Es ist eine zum Teil unscharfe, aber auch inflationäre Verwendung der Begriffe zu vermerken, so dass es notwendig erscheint ihren konzeptuellen Rahmen einzuengen und zu spezifizieren.

Anders gefragt: Was bedeutet es eigentlich, wenn man in einem linguistischen Zusammenhang davon spricht, dass zwei Eigenschaften in einer Wechselbeziehung zueinander stehen? Was versteht man unter einer Abhängigkeit zweier Eigenschaften? Der bisher geleistete Überblick ist nun Ausgangspunkt, um zu zeigen, inwiefern die Behauptung von Wechselbeziehungen gleichzeitig mit einer terminologischen Spezifizierung einhergehen muss. Im Anschluss daran werden entsprechende methodologische Vorschläge für eine linguistisch interpretierbare statistische Modellierung von Wechselbeziehungen gemacht.

4.1 Terminologisches: Linguistische Wechselbeziehungen

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.