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Statthalterregimes – Napoleons Generalgouvernements in Italien, Holland und Deutschland (1808–1814)

Mit Blicken auf Generalgouverneure im Zarenreich und das NS-Generalgouvernement Polen (1939–1945)

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Edited By Helmut Stubbe da Luz

Das Buch präsentiert eine Theorie der internen und externen Statthalterschaften und eine Reihe von Besatzungs- und anderer Statthalterstatuten. Die Beiträge beziehen sich im Kern auf Napoleons Generalgouvernements neuen Typs in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Dabei handelte es sich um durch Frankreich annektierte neue Departements (um Turin, Genua, Florenz und Rom, um Amsterdam und Hamburg herum), die assimiliert werden sollten, aber für kürzere oder längere Zeit einen Übergangs- oder auch Sonderstatus behielten. Vergleichende Blicke fallen auf die Generalgouverneure der Zaren sowie auf Hitlers Generalgouvernement in Polen.

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Zeittafel für die Jahre des französischen postrevolutionären Imperialismus (1789–1814)

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Der napoleonische Imperialismus mit seinen Statthalterregimes knüpfte an die seit den Revolutionskriegen von Paris aus betriebene Expansionspolitik an. Nachdem das Königreich Ende 1789 / Anfang 1790 in Departements gegliedert worden war (sowie in eine ganze Reihe damit zusammenhängender Institutionen: Districts [später Arrondissements], Cantons etc.), war jene Expansionspolitik nahezu gleichbedeutend mit einer Departementalisierungspolitik. Wo französischerseits erobert, militärisch besetzt, okkupiert wurde, lief alles auf die Frage hinaus, ob mit einer Departementalisierung begonnen würde (das galt selbst für satellitisierte Staatswesen wie vor allem die „Napoleoniden-Königreiche“ im Bereich des Système fédératif).

Die neuen französischen Departements kamen jedoch nicht immer auf dieselbe Weise hinzu.1 In den 1790er Jahren wurden entweder Regionen und Städte, in denen sich ein mehr oder minder ausgeprägter Wille zum Anschluss an Frankreich feststellen ließ, zuerst in die französischen Staatsgrenzen einbezogen, auf diese Weise an der inneren Peripherie gelagert und sodann – gleich anschließend oder in der Folgezeit – in Departements gegliedert (wie in Savoyen); oder aber es wurden außerhalb der Staatsgrenzen, an der äußeren Peripherie des Grand Empire, solche Departements teils theoretisch definiert, teils praktisch gebildet, und die staatsrechtliche Annexion folgte dem nach (so geschah es in in den cisrhenanischen Gebieten, den linksrheinischen Departements). Vor Napoleon erfolgte die Departementalisierung en détail oft nicht sogleich von der Pariser Staatsspitze aus (zum Beispiel vom Departementalisierungsausschuss des Konvents), sondern zunächst von Kommissaren, Bevollmächtigten, die an Ort und Stelle in Absprache...

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