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Statthalterregimes – Napoleons Generalgouvernements in Italien, Holland und Deutschland (1808–1814)

Mit Blicken auf Generalgouverneure im Zarenreich und das NS-Generalgouvernement Polen (1939–1945)

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Helmut Stubbe da Luz

Das Buch präsentiert eine Theorie der internen und externen Statthalterschaften und eine Reihe von Besatzungs- und anderer Statthalterstatuten. Die Beiträge beziehen sich im Kern auf Napoleons Generalgouvernements neuen Typs in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Dabei handelte es sich um durch Frankreich annektierte neue Departements (um Turin, Genua, Florenz und Rom, um Amsterdam und Hamburg herum), die assimiliert werden sollten, aber für kürzere oder längere Zeit einen Übergangs- oder auch Sonderstatus behielten. Vergleichende Blicke fallen auf die Generalgouverneure der Zaren sowie auf Hitlers Generalgouvernement in Polen.

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Napoleons Generalgouvernement Holland, 1810–1813. Die Frage von Integration und Assimilation

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Abstract: Similar to former Piemont, Liguria, Tuscany and Papal States, the Kingdom of Holland was a complete State when incorporated to Napoleon’s Empire, and in some manner already acculturated to France. A substantially higher grade of assimilation was neither necessary nor possible in the medium term.

Einleitung

Die Napoleonische Ära in den Niederlanden (1810–1813) hat sich unter niederländischen Historikern nur selten eines nennenswerten Ansehens erfreut. Das hängt natürlich mit dem üblicherweise verwandten Maßstab zusammen: Jene Zeit wird als eine Zeit des nationalen Niedergangs wahrgenommen. Die Republik der Niederlande war zerrissen, die Wirtschaft geschrumpft, Städte entvölkerten sich, und junge Männer wurden zur napoleonischen Armee eingezogen. Insbesondere die Jahre des Inlijving (Einverleibung) zwischen 1810 und 1813 sind lange Zeit aus der nationalen Erinnerung nahezu gelöscht worden. Ursprünglich hat sich hier eine inoffiziell betriebene „Politik des Vergessens“ ausgewirkt, welche in der Zeit König Wilhelms I. (1772–1843) betrieben wurde.1 Folglich ist das Bild der französischen Herrschaft in den Niederlanden lange ein ziemlich „statisches“ gewesen. Zum Beispiel behauptete der einflussreiche Historiker Herman Theodoor Colenbrander (1871–1945), dass die napoleonische Zeit durch einen Zustand der Passivität und der stillen Unterordnung der niederländischen Gesellschaft charakterisiert gewesen sei. Für Colenbrander war die Eingliederung ins Empire nur ein Prolog zur Errichtung der niederländischen Monarchie.2

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