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Statthalterregimes – Napoleons Generalgouvernements in Italien, Holland und Deutschland (1808–1814)

Mit Blicken auf Generalgouverneure im Zarenreich und das NS-Generalgouvernement Polen (1939–1945)

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Edited By Helmut Stubbe da Luz

Das Buch präsentiert eine Theorie der internen und externen Statthalterschaften und eine Reihe von Besatzungs- und anderer Statthalterstatuten. Die Beiträge beziehen sich im Kern auf Napoleons Generalgouvernements neuen Typs in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Dabei handelte es sich um durch Frankreich annektierte neue Departements (um Turin, Genua, Florenz und Rom, um Amsterdam und Hamburg herum), die assimiliert werden sollten, aber für kürzere oder längere Zeit einen Übergangs- oder auch Sonderstatus behielten. Vergleichende Blicke fallen auf die Generalgouverneure der Zaren sowie auf Hitlers Generalgouvernement in Polen.

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Indirekte Herrschaft und direkte Herrschaft: Das Generalgouvernement der Hansestädte und das Generalgouvernement der Hanseatischen Departements

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Abstract: Napoleon’s annexation of he Hanseatic Departements offered them chances, but bore risks as well. General governor Davout was a distinguished Marshal and a prospective politician. In the case of a french success in Russia, these countries would have been soon assimilated. But the Russian campaign failed, and the Departement of he Elbe was affected by the war.

Geradezu modellhaft wechselten Ende 1810 / Anfang 1811 „indirekte Herrschaft“ und „direkte Herrschaft“ einander ab, als aus dem Generalgouvernement („alter Ordnung“) der Hansestädte – außerhalb des Empire gelegen – das Generalgouvernement („neuer Ordnung“) der Hanseatischen Departements wurde – innerhalb des Empire gelegen. Gewiss bedarf es hier der Reflexion, ob diese Modellhaftigkeit möglicherweise vor allem darauf zurückzuführen sein könnte, dass das Modell der Generalgouvernements „alter Ordnung“ und „neuen Typs“ zuvor zentral am Modelloriginal „Hansestädte“ und „Hanseatische Departements“ erarbeitet worden sei;1 aber das ist nicht der Fall. Die Modellvarianten „indirekte Herrschaft“ und „direkte Herrschaft“ sind vor allem an konkreten Fällen aus der Phase des „Imperialismus“ entwickelt worden, aus jener Epoche, in deren Verlauf europäische Großmächte eine Vielzahl von Dependancen in Übersee schufen und die mit dem Ersten Weltkrieg endete (unter anderem mit der Gründung des Völkerbundes, als dessen Mandate dann die „Kolonien“ der Mächte, die den Ersten Weltkrieg verloren hatten, darunter Deutschland, wieder an Schutzmächte ausgegeben wurden, welche ihrerseits identisch mit den Siegermächten jenes Kriegs waren).

Indirekte Herrschaft wird in einem Okkupat ausgeübt,...

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