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Statthalterregimes – Napoleons Generalgouvernements in Italien, Holland und Deutschland (1808–1814)

Mit Blicken auf Generalgouverneure im Zarenreich und das NS-Generalgouvernement Polen (1939–1945)

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Helmut Stubbe da Luz

Das Buch präsentiert eine Theorie der internen und externen Statthalterschaften und eine Reihe von Besatzungs- und anderer Statthalterstatuten. Die Beiträge beziehen sich im Kern auf Napoleons Generalgouvernements neuen Typs in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Dabei handelte es sich um durch Frankreich annektierte neue Departements (um Turin, Genua, Florenz und Rom, um Amsterdam und Hamburg herum), die assimiliert werden sollten, aber für kürzere oder längere Zeit einen Übergangs- oder auch Sonderstatus behielten. Vergleichende Blicke fallen auf die Generalgouverneure der Zaren sowie auf Hitlers Generalgouvernement in Polen.

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Hitlers Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete 1939–1945. Unvergleichbarkeit als Programm

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Abstract: Hitler’s General Government for the Occupied Polish Territories was not uncomparable to other cases of occupation regime, but unique regarding the degree of inhumanity. The German occupation policy was miserably coordinated, but particularly it’s objectives were exploitation, destruction and genocide.

Die deutsche Besatzungspolitik in Polen während des Zweiten Weltkriegs hat in jüngster Zeit wieder vermehrt das Interesse der Forschung gefunden.1 Dabei tritt jedoch der beunruhigende Widerspruch zutage, dass wir diese Politik umso weniger verstehen, je mehr wir über sie wissen. Es ist deshalb lohnend, diesen Gegenstand in einem neuen Kontext zu betrachten. Die Erläuterung des deutschen Besatzungsregimes muss dann nicht für sich stehen, muss nicht in historistischer Individualität verharren, sondern kann sich durch Bezüge zu den anderen Gegenständen dieses Kontextes öffnen. Im vorliegenden Versuch wird in leitmotivischer Organisation das Material für den historischen Vergleich mit den Generalgouvernements der Napoleonzeit bereitgestellt. Unübersehbar ist, dass der Vergleich einen Zeitabstand von rund 130 Jahren überbrücken muß; offenkundig ist auch die Sachqualität fundamental unterschieden. Dennoch ist der Vergleich nicht trivial. Wir dürfen die ihm eigene, vermehrte Erkenntnischance nicht ausschlagen.

Die Darstellung der deutschen Besatzungspolitik in Polen muss Sachverhalte erörtern, die auch dann noch zutiefst verstören, wenn sie lediglich eine maßvolle Interpretation gesicherter Daten ist.

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