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Erzählen – Identität – Erinnerung

Studien zur deutschsprachigen und ungarischen Literatur 1890–1935

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Magdolna Orosz

Das Buch analysiert die Wandlungen der Kultur und Literatur der frühen Moderne der Österreichisch-Ungarischen Monarchie in Wien und Budapest. Die Autorin reflektiert Veränderungen des Erzählens und der poetologischen Ansichten und fokussiert Probleme wie Ich-Konzepte, Sprachkrise und Fragen der sprachlichen Vermittlung. Sie untersucht Bildlichkeit, Intertextualität und Intermedialität, Metaphorisierung und Phantastik, die narrative Gestaltung von Erinnerung. Das Buch bezieht in einem Ausblick die Jahre nach dem Zusammenbruch der Monarchie mit ein.

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6. Nachwort

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Am Ende der Analyse der verschiedenen Phänomene der in den vorangegangenen Kapiteln untersuchten Periode taucht selbstverständlich die Frage nach ihren Einordnungsmöglichkeiten in größere, langwierige Prozesse, in »Entwicklungen«1 auf; die Antwort kann wegen der in der Einleitung betonten Perspektivierungen der Analyseaspekte nur auf einige Momente hinweisen; eine engültige Bilanz zu ziehen wäre nicht realisierbar und soll hier auch nicht versucht werden, deshalb wären nur einige Momente zum Abschluß zu erwähnen.

Die Wahl des in die Analysen einbezogenen zeitlichen Abschnitts der Jahrhundertwende/ der frühen (oder sogar klassischen) Moderne bedeutet schon eine gewisse Konstruktion, die – wie die erwähnten verschiedenen kultur- und literaturwissenschaftlichen Annäherungsweisen2 an diese Epoche zeigen – nicht unumstritten ist. Darüber hinaus bestimmt die Entscheidung für die thematischen Schwerpunkte und die Fokussierung auf einige Vertreter der Literatur dieser Zeit auch die potentielle »Reichweite« der Antworten3: wie eingangs betont wurde, standen vor allem die Veränderungen des Erzählens in Verbindung mit den Ich-Konzepten, den Fragen der Sprache, der Sprachlichkeit und der sprachlichen Vermittlung, mit der Bildlichkeit und der Bildersprache, mit Intertextualität und Intermedialität, mit den narrativen Techniken und Möglichkeiten des Erzählens, ihrer Metaphorisierung und der narrativen Gestaltung von Erinnerung im Mittelpunkt, um einige von den vielfältigen Vernetzungen aufzuzeigen, ohne die Heterogenität der Ausprägungen bei den einzelnen Autoren zu vergessen.

Die Einschränkung auf die Österreichisch-Ungarische Monarchie bzw. auf einige ihrer Folgeerscheinungen ist zwar eine zeitliche wie...

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