Show Less
Restricted access

Die Unterbeteiligung als Gestaltungsinstrument der Unternehmensnachfolge

Eine Arbeit über die Regelung der Unternehmensnachfolge in mittelständischen Familienunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland

Series:

Simon-Martin Banck

Die deutsche Wirtschaft wird traditionell von mittelständischen Unternehmen getragen. Viele dieser Unternehmen werden von traditionsbewussten Familienunternehmern geführt. Diese wollen auch nach ihrem Ausstieg erreichen, dass «ihr» Unternehmen von der nächsten Generation, insbesondere den eigenen Kindern, fortgeführt wird. Der Generationenwechsel ist eine große Herausforderung, da er in der Regel von zahlreichen gesellschaftsrechtlichen und steuerrechtlichen Fragestellungen sowie familieninternen Auseinandersetzungen begleitet wird. Der Autor untersucht, ob die Unterbeteiligung als mittelbare Beteiligungsform dazu geeignet ist, praktikable Antworten bezüglich des Generationenwechsels zu geben und damit die Unternehmensnachfolge in mittelständischen Unternehmen zu optimieren.

Show Summary Details
Restricted access

1. Teil: Einleitung, Anwendungsbereiche und Grundlagen der Unterbeteiligung

Extract

← 20 | 21 →

1. Teil:  Einleitung, Anwendungsbereiche und Grundlagen der Unterbeteiligung

A.  Einleitung

„Ich kann den Mittelstand nicht anders verstehen – und nur auf dieser Grundlage bekenne ich mich zum Mittelstand –, als daß er diejenige Schicht von Menschen umfaßt und umfassen will, die aus eigener Verantwortung und jeder für sich selbst kraft eigener Leistung seine Existenz sicherzustellen bereit ist. Die ‚Qualitäten‘, die der Mittelstand als Wert herausstellen muß, sind: Die Selbstverantwortlichkeit für das eigene Schicksal, die Selbständigkeit der Existenz, der Mut, aus eigener Leistung zu bestehen und sich in einer freien Gesellschaft, einer freien Welt behaupten zu wollen.“1

Die deutsche Wirtschaft wird traditionell von mittelständischen Unternehmen getragen und immer noch durch die von Ludwig Erhard angesprochenen Werte geprägt. Der Begriff des wirtschaftlichen Mittelstandes wird ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland verwendet.2 Ein mittelständisches Unternehmen ist in der Regel dadurch gekennzeichnet, dass es von seinen Inhabern beziehungsweise den Hauptgesellschaftern geführt wird.3 Die Abgrenzung zu Großunternehmen erfolgt dabei mithilfe der Anzahl der Beschäftigten (unter 500) und dem Umsatz pro Jahr (unter 50 Millionen Euro).4 Im Jahre 2011 gehörten rund 3,65 Millionen Unternehmen zum deutschen Mittelstand (99,6% aller Unternehmen mit Umsatz aus Lieferungen oder Leistungen und/oder sozialversicherungspflichtig Beschäftigten).5 Insgesamt erwirtschafteten diese Unternehmen rund 2,128 Billionen Euro (35,9% des gesamten Umsatzes deutscher Unternehmen).6 Außerdem ← 21 | 22 → waren 2011 ca. 15,71 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (59,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.