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Erinnerungskonkurrenz

Geschichtsschreibung in den böhmischen Ländern vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart

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Joachim Bahlcke

Deutungen historischer Ereignisse unterliegen vielfältigen Modifikationen, Anpassungen und Ausblendungen, die ihrerseits Ausdruck veränderter Machtverhältnisse, Wertvorstellungen oder Legitimationsbedürfnisse sind. Das östliche Mitteleuropa ist in besonderer Weise geeignet, das Neben-, Mit- und Gegeneinander verschiedener Erinnerungsgemeinschaften in den Blick zu nehmen. Die hier vorgelegten Fallstudien zur böhmischen Ländergruppe stellen verschiedene Typen konkurrierender Geschichtsentwürfe vor, die sich religiös-konfessionell, räumlich-regional oder sprachlich-ethnisch motivierten Interessen verdankten. Dabei wird deutlich: Die erinnerungskulturellen Rivalitäten, die bereits in nachhussitischer Zeit einsetzten, prägten den Prozess der neuzeitlichen Staats- und Nationsbildung nachhaltig.

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Die tschechische und die slowakische Geschichtsschreibung zu Reformation und konfessionellem Zeitalter vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. In: Archiv für Reformationsgeschichte 100 (2009) 155–174.

Böhmische Landtagsakten im ostmitteleuropäischen Kontext. Genese, Quellenwert und historiographiegeschichtliche Bedeutung. Erschien u. d. T.: Landtagsakten (unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in der frühneuzeitlichen Habsburgermonarchie). In: PAUSER, Josef/SCHEUTZ, Martin/WINKELBAUER, Thomas (Hg.): Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.–18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch. Wien/München 2004 (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Erg.-Bd. 44), 351–364.

Schlesien als Gegenstand der Ständeforschung. Traditionen und Perspektiven der deutschen, polnischen und tschechischen Geschichtsschreibung. Erschien u. d. T.: Śląsk jako przedmiot badań stanowych. Tradycje i perspektywy badawcze w historiografii niemieckiej, polskiej i czeskiej. In: Czsasopismo Prawno-Historyczne 59 (2007) 9–32.

Zur Comenius-Rezeption der Spätaufklärung in Deutschland. Der Beitrag des Naturforschers und Pädagogen Christian Andreas Zipser in der „Allgemeinen Encyclopädie der Wissenschaften und Künste“. In: Studia Comeniana et historica 29 [62] (1999) 126–144.

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