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Wald- und Ressourcenpolitik im Siebenbürgen des 18. Jahrhunderts

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Dorin-Ioan Rus

Das Buch analysiert die Rezeption der Wälder und der Umweltprobleme Siebenbürgens im Zeitalter der Aufklärung. Es erweitert die Hypothese einer allgemeinen Holzkrise um die Feststellung, dass es gegen Ende des 18. Jahrhunderts auch in Siebenbürgen Bestrebungen zur Schonung des Waldes gab. Die vom Staat getroffenen Maßnahmen seit der Übernahme des Landes durch die habsburgische Verwaltung ab 1688 stießen auf den Widerstand der politischen Stände. Der Autor untersucht, wie mit dem Wald und den Ressourcen in Zeiten des österreichischen Merkantilismus umgegangen wurde. Der Schwerpunkt des Buches ist die Analyse der Wahrnehmung des Waldes in Siebenbürgen im Vergleich mit anderen Waldgebieten des Habsburgischen Reiches im karpatischen Raum.

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I.B.4.6 Jagd und Fischerei

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I.B.4.6 Jagd und Fischerei

Angaben über die Geschichte der Jagd und der Fischerei vor 1699 stützen sich auf städtische Rechnungen des 16. Jahrhunderts für die Sachsen459 und auf Urbarien des Fogorascher Landes für die Ungarn und Rumänen460.

Neben der Nutzung des Waldes als wirtschaftlichen Raum für Kleinbauern und Handwerker wurde der Wald als Jagdgrund von Adeligen benutzt. Die Nutzung←120 | 121→ des Waldes als Jagdgrund trug umfassend zum Niedergang dessen als Ressource bei. Dieser Entwicklung wurde erst durch die Jagdordnung von 1768 entgegengewirkt461.

Die ersten Belege für die Jagddurchführung befinden sich in den zahlreichen Quellen aus dem 13. Jahrhundert462. Die in den Rechnungen zu findenden Nachweise der in Siebenbürgen ausgeübten Jagd geben Informationen über die Preise von Waffen, gejagte Wildtiere bis hin zu Angaben über die Ausdehnung der Jagdgebiete sowie über die verschwundenen und ausgerotteten Spezies463.

Nach den mittelalterlichen Urkunden gehörte die Jagd zu den Nebennutzungen des Waldes. Sie gaben leider keine Informationen bezüglich der Ausführung der Jagd und der Beschränkung dieses Rechtes für die Untertanen. Die erste bekannte Regelung bezüglich der Jagd wurde im Jahr 1504 von König Ladislaus II. erlassen464.

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