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Catull-Rezeption in lateinischen Dichtungen von 1897 bis 2010

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Barbara Dowlasz

Seit Jahrhunderten zählt Catull zu den besonders häufig rezipierten antiken Dichtern. Dieses Buch zeigt, dass lateinische Autoren auch im 20. Jahrhundert auf seine Carmina anspielen. Die Autorin skizziert einen Überblick über die Rezeption Catulls seit der Wiederentdeckung seiner Handschrift bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts und unterscheidet dabei für den Zeitraum 1897–2010 zwei Hauptströmungen: die lateinische Versnovelle, begründet von G. Pascoli, und kürzere Gedichte im «catullischen Stil». Anschließend führt die Autorin – nach Motiven geordnet – entsprechende Texte von A.E. Radke und G. Alesius vor, analysiert und interpretiert sie. Das Buch schließt mit einer umfangreichen Sammlung catullianischer Texte des 20. Jahrhunderts.

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3. Die Catull-Rezeption am Beispiel ausgewählter Gedichte von Anna Elissa Radke und Gerardus Alesius

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3.   Die Catull-Rezeption am Beispiel ausgewählter Gedichte von Anna Elissa Radke und Gerardus Alesius

Im diesem Kapitel, dem Hauptteil der Arbeit, werden, neben den kurzen curricula vitae, die Dichtungen von Radke und Alesius im Hinblick auf die Catull-Rezeption vorgeführt. Es wurden mehrere Textbeispiele ausgewählt, die – nach Motiven geordnet235 – eingehend analysiert und kommentiert werden, mit dem Ziel, zu beweisen, dass diese zwei Autoren für die Catull-Rezeption am Ende des 20. Jahrhunderts repräsentativ sind.

Um das Thema bei Radke und Alesius zu untersuchen und in weiterer Folge im Rahmen dieser Arbeit präsentieren zu können, wurde eine Auswahl relevanter Texte getroffen. Zu diesem Zweck wurden die vor 2010 erschienenen Publikationen der beiden Autoren in Betracht gezogen. Als wichtigstes Kriterium für die Auswahl galt ein eindeutiger Anschluss an konkrete Gedichte Catulls, sei es durch eine typische Phrase oder Wendung, sei es durch die Übernahme eines bestimmten Motivs. Jene Texte, in denen der Bezug zu Catull nur durch das angewendete Versmaß (wie Hendekasyllaben) oder durch das Vorhandensein zwar typischer, aber nicht an den Kontext gebundener Einzelwörter (wie basium) sichtbar war, bestätigen die Tatsache, dass die beiden Autoren den Dichter imitieren oder sogar mit ihm konkurrieren wollen, wurden aber nicht als Gegenstand einer genauen Analyse ausgewählt. Etliche Texte, in denen die Übernahme eines anderen (nicht catullischen) Motivs von größerer Wichtigkeit und auffälliger war als die Anknüpfung an Catull, wurden ebenfalls nicht als Interpretationstexte herangezogen...

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