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Räume der Romania

Beiträge zum 30. Forum Junge Romanistik

Series:

Corinne Fournier Kiss, Nadine Chariatte and Etna R. Krakenberger

Das Konzept des «Spatial Turn», in den 1980er Jahren durch Edward Soja geprägt, drückt das neue Bewusstsein aus, dass der Raum jeder Produktion von Wissen vorausgesetzt ist. Der vorliegende Sammelband knüpft an diese Bewegung von Wiederentdeckung und Aufwertung des Raumes an. Er bringt zum Vorschein, dass der Raum in der Kultur-, in der Literatur- und in der Sprachwissenschaft sowie in der Fachdidaktik immer einen wichtigen Platz eingenommen hat. Dafür greifen die Beiträge beispielsweise literarische Werke von Flaubert, Bassani, Petrarca, Moscona, Corneille, Góngora und Kundera auf, diskutieren Medien wie Film und Werbung und untersuchen Orte des Sprachkontakts und der Sprachentwicklung.

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(D)écrire l’espace malgache. Les enjeux du regard (dé)centré et périphérique sur l’Ile Rouge (Marina Ortrud M. Hertrampf)

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Marina Ortrud M. Hertrampf

(D)écrire l’espace malgache.Les enjeux du regard (dé)centré et périphérique sur l’Ile Rouge

Abstract Madagaskar ist in jeglicher Hinsicht ein komplexer und heterogener Raum, der sich grundlegend von den Nachbarinseln des Indischen Ozeans unterscheidet. So lässt sich eine Vervielfältigung und Dynamisierung des Dichotomieverhältnisses zwischen Zentrum und Peripherie beobachten, das sich mitunter in intra-insularen Spannungsverhältnissen von urbanen Zentren und einem Nebeneinander von in sich polyzentrisch organisierten, peripheren autochthonen Kulturräumen niederschlägt. Anhand ausgewählter Textbeispiele wird gezeigt, dass sich Sojas Konzept des dritten Raumes als fruchtbares Modell erweist, um den Eigenarten des frankophonen literarischen Schaffens in dem postkolonialen (Kultur-)Raum Madagaskar gerecht zu werden. Ausgehend von der Untersuchung der literarischen Rauminszenierungen Madagaskars wird die Verschränkung von Raum im Text und Text als Raum postkolonialer Identitätsverortung und dezentrierter Neuverortung ausgelotet.

1. La littérature indianocéanique comme espace littéraire du thirdspace

Au sein des littératures de l’Océan Indien, les groupes insulaires situés dans l’Océan Indien austral représentent un cas particulier: „Une des caractéristiques des littératures des îles de l’Océan Indien, c’est d’être multiples“, déclare Jean Poirier.1 Malgré l’hétérogénéité ethnique, religieuse et linguistique des cultures insulaires avant, pendant et après la colonisation, les îles indianocéaniques sont liées par des traits communs suffisamment visibles pour que quelques théoriciens – comme par exemple l’écrivain...

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