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Räume der Romania

Beiträge zum 30. Forum Junge Romanistik

Series:

Edited By Corinne Fournier Kiss, Nadine Chariatte and Etna R. Krakenberger

Das Konzept des «Spatial Turn», in den 1980er Jahren durch Edward Soja geprägt, drückt das neue Bewusstsein aus, dass der Raum jeder Produktion von Wissen vorausgesetzt ist. Der vorliegende Sammelband knüpft an diese Bewegung von Wiederentdeckung und Aufwertung des Raumes an. Er bringt zum Vorschein, dass der Raum in der Kultur-, in der Literatur- und in der Sprachwissenschaft sowie in der Fachdidaktik immer einen wichtigen Platz eingenommen hat. Dafür greifen die Beiträge beispielsweise literarische Werke von Flaubert, Bassani, Petrarca, Moscona, Corneille, Góngora und Kundera auf, diskutieren Medien wie Film und Werbung und untersuchen Orte des Sprachkontakts und der Sprachentwicklung.

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Die kommunikative Dynamik im städtischen Raum. Der Problemfall Neapel (Sara Matrisciano)

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Sara Matrisciano

Die kommunikative Dynamik im städtischen Raum. Der Problemfall Neapel1

Abstract Il presente contributo è dedicato alle dinamiche comunicative in uno spazio urbano con una forte patina dialettale. Nei centri urbani, in cui il dialetto è ancora tanto presente quanto nel centro di Napoli, la gamma variazionale è talmente vasta che non può essere descritta con i metodi tradizionali della dialettologia o della sociolinguistica, poiché l’uso del dialetto non si limita alla dimensione diastratica e/o diatopica e di conseguenza non rientra nei modelli classici che si concentrano proprio su queste due dimensioni. Vi sono nuove forme di dialettalità con varie funzioni che vanno indagate con metodi interdisciplinari, tenendo conto dell’identità urbana collettiva e delle dinamiche linguistiche innescate da quest’ultima.

1. Einleitung

Die meisten Räume der Romania zeichnen sich durch ihre sprachliche Vielfalt aus. Dabei stellt insbesondere der urbane Raum für den Linguisten eine große Herausforderung dar, da sich das Variationsspektrum in der Metropole naturgemäß durch eine besonders starke Dynamik auszeichnet. Außerdem wirkt im städtischen Raum eine Vielzahl soziokultureller Faktoren; ihn charakterisieren nicht nur bestimmte physisch-geographische Züge, sondern auch bestimmte Vorstellungen und/oder Stereotype, welche den Raum und die Vorstellungswelt der Bewohner prägen (cf. Hofer 2002, 9). Der Begriff des Raumes ist in diesem Beitrag vornehmlich als sozialanthropologische Kategorie bzw. als „spazio vissuto“ zu verstehen (cf. Krefeld 2002, 11); er konstituiert sich im und durch das Bewusstsein der Menschen, welche diesen erleben und in diesem leben.2 Daraus←293...

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