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Identitätsbildung und Partizipation im 19. und 20. Jahrhundert

Luxemburg im europäischen Kontext

Series:

Norbert Franz, Thorsten Fuchshuber, Sonja Kmec, Jean-Paul Lehners and Renée Wagener

Gesellschaften mit starker Einwanderung kennzeichnen vielfältige Formen von Identitätsbildung und das Ringen um politische und zivilgesellschaftliche Partizipation. Dies gilt in besonderer Weise für Luxemburg im 19. und 20. Jahrhundert. Hier entstand in einem Kleinstaat eine der jüngeren Nationen Europas und zugleich eine besonders offene, plurikulturelle Einwanderungsgesellschaft. Ziel dieses Bandes ist es, die Entstehung dieser Mehr-Kulturen-Gesellschaft im europäischen Zusammenhang zu verstehen. Die einzelnen Beiträge analysieren mit Hilfe unterschiedlicher sozial- und kulturwissenschaftlicher Annäherungen exemplarische Konfliktlinien der Identitätsbildung und des Kampfes um Partizipation.

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Das „Regieren der Bevölkerung“: Die Problematisierung der Prostitution in Luxemburg um 1900 aus einer intersektionalen Perspektive (Heike Mauer)

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Heike Mauer

Das „Regieren der Bevölkerung“: Die Problematisierung der Prostitution in Luxemburg um 1900 aus einer intersektionalen Perspektive

1.  Einleitung

Der vorliegende Beitrag untersucht die Auseinandersetzung um Prostitution in Luxemburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zeigt auf, inwieweit dies mit Partizipations- und Identitätsbildungsprozessen zusammenhängt. Theoretisch gerahmt wird diese Analyse der Prostitutionsverhältnisse indem die die geschlechtertheoretische Diskussion um Intersektionalität mit den Überlegungen Foucaults zur Gouvernementalität und dem „Regieren der Bevölkerung“ verbunden wird.

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