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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Harbou, Thea von (Julia Silberer)

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Julia Silberer

Harbou, Thea von

Biographie

Thea Gabriele von Harbou wurde am 27. Dezember 1888 als Tochter von Clotilde Constance und Theodor von Harbou in Tauperlitz bei Hof geboren. Aus verarmtem Adel stammend erhielt sie trotz schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse eine privilegierte Erziehung. Erste literarische Versuche unternahm Harbou bereits im Alter von neun Jahren. Die Notwendigkeit Geld zu verdienen, zog sie später jedoch zunächst zum Schauspielberuf, was beinahe zu einem familiären Zerwürfnis führte. Als Schauspielerin arbeitete sie in den Jahren 1906–1914 u. a. an Bühnen in Düsseldorf, Weimar, Chemnitz und Aachen, bevor sie sich infolge der kriegsbedingten Schließung des Aachener Stadttheaters vollkommen der Schriftstellerei widmete. Insbesondere in ihrer Kriegsliteratur formulierte sie ein rückwärtsgewandtes Frauenbild, dem selbst zu entsprechen sich die erfolgreiche und sehr produktive Autorin zeitlebens nicht zumutete. Als solche zog sie bald das Interesse der aufblühenden Filmindustrie auf sich, und seit 1920 arbeitete sie vor allem als Drehbuchautorin. Sie verfasste zahlreiche Drehbücher, darunter auch für die filmische Umsetzung ihrer beiden Zukunftsromane „Metropolis“ und „Frau im Mond“. Sie war daher nicht minder an der Etablierung des deutschen Science Fiction-Filmes beteiligt als Regisseur und Ehemann Fritz Lang. Thea von Harbou arbeitete ferner u. a. mit den Regisseuren Joe May, F. W. Murnau, Josef von Baky und Heinz Rühmann. Zweimal führte sie selbst Regie. Als Frau blieb sie im Genre der phantastisch-utopischen Literatur neben wenigen anderen f...

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