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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Kubin, Alfred (Martin Lowsky)

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Martin Lowsky

Kubin, Alfred

Biographie

Alfred Leopold Isidor Kubin wurde 1877 in Leitmeritz (Böhmen) als Sohn einer Pianistin und eines beamteten Geometers geboren, der vorher Offizier gewesen war. Er wuchs in Zell am See auf, dem neuen Wirkungsort seines Vaters; er verlor seine Mutter mit zehn Jahren. Nach dem letztlich erfolglosen Besuch der höheren Schule in Salzburg (1882–1887) kam er als 15-jähriger in die Photographen-Lehre bei seinem Onkel in Klagenfurt. Kubin hat später erklärt, das ‚Lernen–Müssen‘ und der Schulstoff hätten ihn abgestoßen, gern aber habe er sich der Natur und dem Halten von Tieren in Käfigen, selbst Tierquälereien hingegeben. In seinen autobiografischen Berichten äußerte er: „Die Kuh mit vier [fantasierten] Hörnern war mir allemal lieber als die mit zwei“. In seiner Lehrzeit unternahm er einen Selbstmordversuch. Damals fand auch seine erste Schopenhauer-Lektüre statt. Eine Laufbahn als Soldat brach er 1897 nach wenigen Wochen ab, weil er den körperlichen Anstrengungen nicht gewachsen war.

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