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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Čapek, Karel (Holger Kuße)

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Prof. Dr. Holger Kuße

Čapek, Karel

Biographie

Karel Čapek ist der bekannteste Schriftsteller der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Er wurde am 9. Januar 1890 in dem nordböhmischen Ort Klein Schwadowitz (tsch. Malé Svatoňovice) geboren und starb am 25. Dezember 1938 in Prag an einer Lungenentzündung. Eine Ursache seines frühen Todes sind auch die seit Mitte der 1930er Jahre gegen ihn geführten heftigen Polemiken und persönlichen Angriffe seitens faschistischer Kräfte. Das Münchner Abkommen stürzte ihn in tiefe Verzweiflung. Es ist sicher, dass Čapek wie sein Bruder Josef Čapek (1887–1945) 1939 verhaftet und in ein Konzentrationslager verschleppt worden wäre. Überliefert ist der Kommentar des behandelnden Arztes, er wisse, dass Karel Čapek gestorben sei, weil es damals keine Antibiotika gegeben habe, es hätten aber auch die Recht, „die sagen, daß Čapek von München getötet wurde“1. Die Geburt in einem kleinen provinziellen böhmischen Ort und der Tod am Faschismus umrahmen die beiden großen Lebensthemen Čapeks: das Lob des ‚kleinen Lebens‘ und der Kampf gegen Totalitarismen und Militarismen jeder Art.

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