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Bühne und Bürgertum

Das Hamburger Stadttheater (1770–1850)

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Edited By Bernhard Jahn and Claudia Maurer Zenck

Der vorliegende Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinär ausgerichteten Tagung, die im März 2015 in Hamburg stattfand und das Hamburger Stadttheater (1770–1850) zum Thema hatte. Im Mittelpunkt der ersten Sektion steht die Frage nach dem spezifischen Profil des Hamburger Stadttheaters, die durch Vergleiche mit anderen Stadt- und Hoftheatern der Zeit perspektiviert wird. Aspekte der Spielplangestaltung, der Repertoirebildung und der dabei verwendeten Gattungen des Sprech- und Musiktheaters bilden das Thema der zweiten Sektion. Die Beiträge des dritten Teils widmen sich den Akteuren des Hamburger Theaters sowie den Austauschprozessen zwischen Bühne, Theaterpublikum und Presse. Die vierte Sektion beschäftigt sich mit der Kanonbildung am Beispiel von Shakespeare-, Lessing- und Beaumarchais-Aufführungen.

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Das Repertoire des französischen Theaters und Beispiele von Übersetzungen französischer Opern für das deutsche Theater in Hamburg

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Das französische Theater, das von einer infolge der Revolution aus Brüssel geflohenen und in Hamburg gestrandeten Truppe seit der Wintersaison 1794/95 betrieben wurde und bei den Emigranten und dem der französischen Sprache mächtigen Bürgertum in Hamburg großen Zuspruch fand, bereicherte das kulturelle Leben der Hansestadt weit über ein Jahrzehnt hinaus (bis 1811) ganz entscheidend. Die Quellensituation zu dessen Erforschung ist jedoch ziemlich ungünstig, da offenbar keine Archivalien vorhanden sind, die es ermöglichen, den Spielplan zu rekonstruieren, die personelle Zusammensetzung der Darsteller, des Orchesters, des Balletts, des Bühnenpersonals etc. und die Organisation und die finanzielle Situation in den vielen Jahren zu studieren. Aus diesem Grund ist man auf die vorhandenen Drucke der gespielten Stücke und die Mitteilungen in der Presse angewiesen, um sich ein Bild von der Bedeutung dieses Theaters machen zu können. Hier soll der Fokus auf dem gespielten Repertoire des französischen Theaters liegen und darüber hinaus an einigen Beispielen aufgezeigt werden, wie man Opern für das deutsche Theater übersetzte, die auch im französischen Original in Hamburg zu sehen waren.

Mit Hilfe des Microfiche-Katalogs Libretti in deutschen Bibliotheken1 konnten 117 Librettodrucke in französischer Sprache ermittelt werden, die zwischen 1796 und 1806 in Hamburg erschienen.2 Außerdem ergab diese Recherche 40 französische Opern, die in deutschen Übersetzungen zwischen 1780 und 1820 erschienen. Eindeutig zu ermitteln, welche der betreffenden Opern in der Originalsprache durch die „Société Françoise Dramatique et...

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