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Bühne und Bürgertum

Das Hamburger Stadttheater (1770–1850)

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Bernhard Jahn and Claudia Maurer Zenck

Der vorliegende Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinär ausgerichteten Tagung, die im März 2015 in Hamburg stattfand und das Hamburger Stadttheater (1770–1850) zum Thema hatte. Im Mittelpunkt der ersten Sektion steht die Frage nach dem spezifischen Profil des Hamburger Stadttheaters, die durch Vergleiche mit anderen Stadt- und Hoftheatern der Zeit perspektiviert wird. Aspekte der Spielplangestaltung, der Repertoirebildung und der dabei verwendeten Gattungen des Sprech- und Musiktheaters bilden das Thema der zweiten Sektion. Die Beiträge des dritten Teils widmen sich den Akteuren des Hamburger Theaters sowie den Austauschprozessen zwischen Bühne, Theaterpublikum und Presse. Die vierte Sektion beschäftigt sich mit der Kanonbildung am Beispiel von Shakespeare-, Lessing- und Beaumarchais-Aufführungen.

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Ifflands Gastrollen auf dem Hamburger Stadttheater im Jahr 1805

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In der dritten von insgesamt 76 Nummern der Berliner Abendblätter erscheint am 3. Oktober 1810 ein merkwürdiges Gedicht: An unsern Iffland bei seiner Zurückkunft in Berlin ist es überschrieben und „Von einem Vaterländischen Dichter“ unterschrieben. In spöttischem Ton und unter dem Deckmantel eines lyrischen Willkommens prangert der Verfasser darin die dauernde Abwesenheit des Berliner Theaterdirektors August Wilhelm Iffland an, der als Bühnenstar und meistgespielter deutscher Dramatiker ständig als Gastdarsteller unterwegs war. Da heißt es beispielsweise voller Ironie:

In fremden Landen glänzen,

Ist ihm kein wahres Glück:

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