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Interne Evaluation zwischen bildungspolitischen Vorgaben und individueller Entwicklung der Einzelschule

Eine empirische Studie an beruflichen Schulen

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Jana Rückmann

Im Rahmen einer empirischen Studie an Berliner beruflichen Schulen untersucht die Autorin Evaluations- und Entwicklungsprozesse und dabei insbesondere die subjektive Perspektive der pädagogischen Akteure. Die Studie umfasst Dokumentenanalysen, Gruppeninterviews sowie eine Lehrkräftebefragung. Die Befunde verweisen unter anderem auf eine abnehmende Distanz gegenüber internen Evaluationsmaßnahmen sowie auf einen Anstieg an Evaluationsaktivitäten. Direkte Wirksamkeiten für den Prozess der Evaluation selbst sowie Kontinuität und Nachhaltigkeit der Evaluationsaktivitäten lassen sich hingegen kaum beobachten. Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die pädagogischen Akteure die bildungspolitischen Vorgaben überwiegend als extern induziert, als wenig kompatibel mit den einzelschulischen Bedürfnissen sowie als zusätzliche Belastung wahrnehmen.

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Zusammenfassung

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Seit gut einer Dekade nehmen Formen interner und externer Evaluation einen festen Platz bei den bildungspolitischen und -administrativen Vorgaben für die einzelschulische Qualitätssicherung und -entwicklung ein. Die bisher vorliegenden Befunde zu deren Wirksamkeit, die primär zu allgemeinbildenden Schulen vorliegen, zeigen ein durchaus ambivalentes Bild. Berufliche Schulen, die häufig eher komplexe Schulzentren als Einzelschulen darstellen, stehen hingegen selten im Fokus der Betrachtungen. Die hier vorliegende Arbeit widmet sich dem Thema interner Evaluation an Berliner beruflichen Schulen. Dabei wird gezielt auch der Zusammenhang zwischen Evaluation und Schulentwicklung betrachtet. Der Fokus der drei vorliegenden Teilstudien (Dokumentenanalysen interner Evaluationsberichte; Gruppeninterviews zu Prozessen der internen Evaluation sowie eine Lehrkräftebefragung zu interner Evaluation und Schulentwicklung) liegt auf der Untersuchung der internen Evaluationsprozesse in den Einzelschulen, dabei besonders auf der subjektiven Perspektive der pädagogischen Akteure; denn gerade Struktur, Kontinuität und Nachhaltigkeit dieser Prozesse kann zugespitzt als „black-“ oder „foggy box“ eingeschätzt werden. Die Befunde verweisen u. a. auf Folgendes: In den Kollegien der untersuchten Schulen ist eine abnehmende Distanz bzw. Ablehnung gegenüber Maßnahmen der Schulentwicklung und internen Evaluation zu beobachten. Wirksamkeiten können für den Prozess der Evaluation und der Berichterstellung selbst, jedoch so gut wie nicht für die erstellten Evaluationsberichte beobachtet werden. Gleichzeitig bewerten die einzelschulischen Akteure interne Evaluation als belastende Zusatzaufgabe, deren individueller Nutzen sich für sie als begrenzt darstellt.

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